Letzter Tag

so nun ist es also so weit: der letzter Tag meiner Reise. Fuehlt sich schon echt komisch an und so ganz begreifen werde ich das Ganze wohl erst, wenn ich im Flugzeug sitze….. Eine Sache auf die ich mich natuerlich neben Brot, Kaese und Nutella auch sehr sehr freue ist ein gutes Oettinger Export! Darauf habe ich auch mal wieder Bock! Hier in Bolivien rasten die Duschen ziemlich aus: ES gibt entweder kochend heis oder arsch kalt. Aber dafuer reist man ja auch um so Sachen zu erleben.

Nun zu Medellin:
Fuer mich ging es dann am naechsten Tag nach Guatape, wo der Marius aus freiburg zur Zeit gechillt hat. War dann das zweite aber auch letzte mal, dass wir uns auf unserer Reise getroffen haben. Echt cool dass das geklappt hat! In Guatape abends angekommen, sasen alle zusammen vor dem Fernseher und haben einen Film geschaut und spaeter haben alle zusammen Pizza bestellt: also wie zuhause! 😀 Das war auch mal eine coole Erfahrung, wenn in dem Hostel nur 20 Betten sind und der Hostelbesitzer einfach mit uns chillt und den Film mitschaut usw., welcher uebrigens natuerlich Pablo hies. Die naechsten Tage waren eher entspannt um sich bisschen vom feiern in Medellin zu erholen, tagsueber baute Pablo drausen 2 fette Boxen auf und spielte gechillte Musik, dazu hatte das Hostel einen eigenen Weg zum See wo man sich schoen abkuehlen konnte. Das aenderte sich dannauch nicht fuer die naechsten paar Tage. In Guatape ist auch eines der Haeuser von Herr Escobar, wo man heute Paintball spielen kann, was ich mir natuerlich nicht entgehen lassen habe. Painball geht schon voll ab! Man ist voll auf Adrenalin die ganze Zeit und es macht mega Spas. Leider war ich in der Gruppe, wo viele Anfaenger wie ich dabei waren und in der anderen Gruppe gab es z.B. einen der auf Painball-Turnieren war, deshalb waren die taktisch um einiges besser aufgestellt als wir und wir haben nur ein Spiel gewonnen. Hat aber trotzdem super Spas geamcht: Eine Runde war eine Person im Haus „Pablo Escobar“ den die andere Gruppe erschiesen musste. Leider war ich Pablo, was erstmal bedeutete, dass ich mich in einer Ecke verstecken musste und nichts machen konnte, was ziemlich mager war! Gegen Ende als dann alle meiner Gruppe out waren, war es dann doch interessant, weil die andere Gruppe dann die Treppe hoch kamen und ich einfach der letzte im Haus war und ich mich dann alleine verteidigen musste.
Am naechsten Tag ging es dann den grosen Felsen „Piedra del Peñol“ hoch (754 Stufen, was ich ja von derLost City Tour gewohnt war). Von dort oben hatte man dann eine geile Uebersicht ueber das ganze Gebiet, welches zur Stromerzeugung geflutet wurde und nun viele kleine Inseln besitzt. Dort oben habe ich dann den zweiten Aufkleber, welcher nicht der letzte war, der Ultragruppe aus Union Berlin gefunden. Naechstes mal habe ich meine auch dabei!
Spaeter bin ich dann noch mittags mit einem Paerchen zum Blob-Jump gegangen. Es war mittags also siesta time und kein Mensch dort. Typisch! Also mussten wir spaeter wieder kommen. Beim zweiten Versuch war dann jemand da und ja macht voll Spas auch, wenn auf den Turm hochklettern und dann in 8m Hoehe von dem Typen huckepack genommen zu werden, ohne Gelaender versteht sich, und dann herunterzuspringen fast genauso krass ist wie auf dem aufblasbaren Kissen zu liegen und in die Luft geschleudert zu werden!

Zurueck in Medellin ging es dann zum zweiten Fusballspiel in Suedamerika und das war einfach nur KRANK!!! Atletico National heist der Verein und das Spiel war im suedamerikanischen Copa Libertores oder so (die Champions League in Suedamerika). Das Stadion ist riesig und besitzt natuerlich kein Dach. Nun hies es also mit Regen 90 Minuten ausrasten. Es war wirklich 1/4 oder 1/3 des Stadions die 90 Minuten nur eskaliert sind und dazu natuerlich die schoenen suedamerikanisches melodischen Gesaenge gesungen haben (Regenschirme die auch typische bei den Fans sind gab es auch). Zum akustischen Support gehoert hier nicht nur die Trommel (sie hatten einfach mal 20 Trommeln auf einer Stelle) wie in Deutschland sondern auch Trompeten und Hit-Hats (die golden Scheiben vom Schlagzeug die ein echt super Geraeuch zu den Trommeln machen). Was auch einfach krass war: die Leute standen auf der Mauer des Stadions und hinter ihnen ging es 20m herunter. Das Gleiche gilt fuer vorne (das Stadion war in zwei Tribuenenhaelften oben und unten geteilt) wo es genauso 10m herunter ging und die Leute auf dem Gelaender standen! Das Spiel ging 4:2 aus und nach dem Spiel attakierten Teile der gegnerischen Mannschaft den Schiri, weshalb mega viele Ordnerauf dem Rasen waren. Also war alles dabei was man sich vorstellen kann. Ich war vorgestern in La Paz (die hoechste Hauptstadt der Welt, geht an den Raendern bis zu 4000m hoch und der Rest ist so auf 3600m) noch bei einem Spiel. Dies war ziemlich viel kleiner aber trotzdem naise. Die leute haben sich mindestens eine Stunde lang davor warmgespielt und bisschen gesungen, das war naise! Und dann beim Tor sind paar Leute auf den Zaun hoch. Nach paar Minuten kam dann ein Bulle angelaufen und hat waehrend sie heruntergeklettert sind mit einem Elektroschocker herumgefuchtelt. Ziemlich krasse andere Welt! Und was ich auch nicht erwartet haette: ich dachte, dass die Kurven bzw die Leute die beim Spiel eskalieren, nur von Maennern besetzt sind, wie leider auch meistens in Deustchland. Jedoch habe ich bei jeden Spiel eine erstaunliche Anzahl, klar in der Mehrheit natuerlich Maenner, von Frauen gesehen, die auch voll abgingen. Mega Naise ey!!
Uebrigens habe ich auf der Toilette im Hostel in Medellin ein Tag von „Roko“ ein Sprayer aus Freiburg gefunden. Das war echt mega geil und ist noch 2mal mehr passiert, dass ich ein Tag von einem Sprayer aus Freiburg gefunden habe!

Nach einiges Tagen mehr in Medellin und dem Rio Claro Reservat ging es dann in Kaffee-Zona von Kolumbien, wo ich zufaelligerweise ein Freund von Luisa aus Berlin getroffen habe.

Zum Thema Plastiktueten war das echt teilweise ein Kampf dagegen, den ich zwar gerne eingegangen bin weil einfach zu viel Plastik ueberall herumliegt aber trotzdem ist es oft passiert, meistens auf dem Markt, dass ich gesagt habe, dass ich keine Plastiktuete will, sie mir aber trotzdem eine gegeben haben. Das war teilweise echt ziemlich anstrengend. Da ist es echt geil, wenn wie in Frankreich oder in Teilen der USA die Gratisplastiktueten verboten sind. Da wurde mir erzaehlt, dass man komisch angeschaut wird, wenn man keinen eigene Tasche dabei hat. Voll geil!

Was man komischerweise schon paar mal zu hoeren bekommt ist das Wort „Gringo“ was auf deutsch „Auslaender“ bedeutet. Das letzte mal war gestern abend als ich was zu essen geholt hat und die eine die andere Person fragt fuer wen es ist und sie antwortet „para el Gringo“ auf deutsch „fuer den Auslaender“. So etwas wuerde ich halt nie im Leben sagen. Schon voll komisch! Wuerde man glaube ich in Deutschland auch echt mega selten zu hoeren bekommen.

Uund was auch echt krass ist: was Coca Cola fuer ein riesen Monopol sein muss. Man sieht so oft auf den Deckeln oder am Rand an den Etiketten „the coca cola company“ stehen. Voll krass!

Was zu der „gesunden“ Ernaehrung vieler hier auch noch dazu kommt sind die Getraenke. Esgibt mega oft nur die Auswahl zwischen mega suesem Zeug wie z.B. Cola, Sprite usw. Voll oft gibt es auch noch Inca Cola (https://www.google.com/search?q=inca+cola&client=firefox-b-ab&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=0ahUKEwjGnM3chcTOAhXDDpAKHWINDI8Q_AUICCgB) was einfach nur ungesund aussieht. So etwas wie Apfelschorle sucht man vergebens deshalb kann ich mir gut vorstellen, dass viele mit dem Alter dick werden.

Was ich letztens zur Emanzipation geschrieben habe kann man glaube ich, natuerlich mit Ausnahmen, auf alle Laender in Suedamerika beziehen (jedenfalls Peru und Bolivien auch).

Jetzt sind es nur noch 8 Stunden bis zum Flug. Bis Bald!
(Das Internet ist mal wieder zu langsam um Bilder hochzuladen und ichglaube es macht wenig sinn im blog nach meiner rueckkehr nochweiter zu schreiben. muss euch das zeug dann so erzaehlen)

Medellin

So es wird mal Zeit fuer einen Beitrag. Ich bin in letzter Zeit viel unterwegs und finde einfach nicht die Zeit um ins Internet-Cafe zu gehen aber auch u.a. weil von meiner Reise nur noch bisschen mehr als 20 Tage uebrig sind und jeder Bericht nahezu 2 Stunden braucht mit Bilder hochladen usw. Echt keine Ahnung wie die Leonie (fuer die Leute die Leonie nicht kennen, sie ist von unserer ehemaligen Stufe und war mit ihrem Freund in Australien und hat unghefaehr alle 2 Tage mega den Bericht mit Bildern usw. geschrieben) so viel Zeit auf ihrer Reise am PC verbringen konnte. Auf der anderen Seite ist es auch echt schade, da ich noch echt viele coole Sachen erlebt habe (z.B. habe ich 3 Tage au einem Schiff auf dem Amazonas verbracht und war dprt der einzige Auslaender, oder die 2 Wochen chilliges Surfer-Leben in Huanchaco oder als ich auf 5100m gewandert bin, also hoeher war als der hoechste Berg in den Alpen oder die riesen Party in Pisac wo es eine Umzug gab wie bei uns an Fasnacht und abends alle Leute getrunken haben uvm.). Aber das muss ich euch dann wohl persoehnlich erzaehlen/zeigen.

Nun zu Medellin. Wie schon geschrieben ist das die Stadt, wo Pablo Escobar vor einiger Zeit sein Unwesen getrieben hat und zu den gefaehrlichsten Staedte der Welt gehoerte. Welche Lebenserwartung hatte damals ein_e Polizist_in? Richtig 2,5 Jahre (Wurde mir erzaehlt). Es gab anscheinend bis zu 1000 US-Dollar Kopfgeld fuer jeden getoeteten Polizisten. Naja erstmal genug zur Geschichte.
Am ersten Tag bin ich mit 3 Leuten zum ehemaligen „Gefaengnis“ von Escobar gefahren. Dies hatte er sich anscheind selber bauen duerfen, als er mal von der Polizei geschnappt wurde, konnte seine Geschaefte von dort aber weiter ausfuehren (hat also wenig gebracht). Es ist gar nicht mal so klein, mit kleinem Fusballplatz, vielen kleinen Haeuschen und was ist dieses Gelaende jetzt? Richtig ein Altersheim. Bisschen arg strange! Was man noch dazu sagen muss: die armen Menschen damals haben ihn geliebt, denn er hat vielen einfach ein Haus gebaut und sie von der Strase geholt, deshalb war er fuer die Armen der Held. Vielleicht sind die alten Leute vom Altersheim welche von denen.
Das Hostel (Kasa Kiwi) war ziemlich fett: mit groser Kueche, coolen Billiard-Tisch (wo es zum ersten mal richtig Bock gemacht hat Billiard zu spielen), groser Roof-Terasse uvw. Leider war der Bezirk „El Poblado“ sehr touristisch. Dort sind mir zum ersten mal die Ausmase des Tourismus aufgefallen. Alle Restaurants waren ziemlich teuer und mega modern/hipster ausgestattet. Einheimische gab es dort eher nicht so oft zu sehen. Natuerlich gabe es dort auch gute Discos und ich habe meine lange vermisste Electro/Techno Musik mal wieder gefunden. Eines abends, als wir zurueck kamen, sasen paar Leute vor dem Hostel auf der Strase und haben mit kleinen Boxen Musik gehoert. Irgendwann haben wir dann alle angefangen auf der Strase zu tanzen – immer zum selben Song – fast eine Stunde lang 😀 Das war auf jeden Fall mega witzig! Der Song hies: „Them Changes“ von Thunder Cat. Paar mal ist die Polzei auf dem Motorrad vorbei gefahren und hat uns nur komisch angeschaut. Auserdem war einer der Leute ziemlich betrunken und hat andauernd „Claro ce si“ (das ist spanisch und heist so viel wie „na klar“) gesagt. Seitdem muss ich immer innerlich laecheln und an diese Nacht denken, wenn ich Claro ce si sage.
Einmal bin ich zu einer Bank gegangen um Geld abzuheben. An einem Automaten wurde gerade gearbeitet deshalb stand am Eingang ein Polizist mit einer fetten Pump-Gun/Shotgun um zu kontrollieren dass immer nur so viele Leute wie Automaten in der Bank sind. Ich habe zuvor nooch nie eine Pump-Gun in echt gesehen- Ziemlich fettes Ding!

Sonst habe ich zum ersten mal einen Diebstahl mehr oder weniger (eher weniger) live miterlebt. Ich bin mit Avi in die Metro (so etwas wie eine U-Bahn nur oberhalb der Erde, die einzige die es in Kolumbien gibt) gestiegen. Ein Mann hat uns gezeigt wo wir einsteigen muessen und meinte noch zu uns als es dann auf einmal ziemlich eng wurde, dass wir doch auf unsere Hosentaschen aufpassen sollten. Zwischen „es wurde eng“ und sein Hinweis waren vielleicht 20 Sekunden oder weniger vergangen. Das hatte gereicht um Avi die Brieftasche TROTZ Reisverschluss aus der Hosentasche zu klauen. Echt krass wie schnell das ging. Leider hatte er alles wichtige (Geldkarte, Visa, Fuehrerschein usw) in seinem Portmonee. Dies ist meiner Meinung nach einfach nur dumm. Ich habe das nie dabei und lasse es immer im Hostel. Schon ist die Chance, dass es dir in der Stadt geklaut wird null. Ein anderer Diebstahl war in Santa Marta als Max nachts um 4 auf die Idee kam alleine zum Geldautomaten zu gehen und Geld zu holen. Auf dem Rueckweg stand dann jemand mit Messer vor ihm und das Portmonee war weg.
Wenn man einfach bestimmte Regeln befolgt dann passiert einem nichts, sogar im „gefaehrlichen“ Kolumbien, auch wenn man das nicht glauben will, wenn man die Panikmache des Auswaertigen-Amtes liest. Dort wird von Nachtbussen ganz abgeraten und Busse allgemein nur am Wochenende und so ein Quatsch. Natuerlich kann man immer Pech haben, und der Taxifahrer ist nicht gut gesinnt usw., was mir aber nie passiert ist. Solche Geschichten hoert man aber oefters.

Zum Thema Emanzipation sieht es in Kolumbien leider nicht so gut aus. Ich kann natuerlich nur davon erzaehlen, was ich gessehen habe. Ich war jetzt bei keiner Familie laenger zu Gast oder habe irgendwelche Studien gelesen. Ein Beispíel: in Kolumbien gibt es viele „Restaurants oder Bars“ die z.B. voll mit Tischen sind wo Maenner Kartenspiele spielen oder ein ziemlich groser Raum, der voll mit Billiardtischen ist. Aber Frauen findet man in diesen Raeumen nicht, null, ziemlich mager. Und sie muessen sich auch ziemlich viel gefallen lassen. Es kam schon paar mal vor, dass der Taxifahrer eine auf der gegenueberliegenden Strasenseite laufende Frau angehupt hat, weil sie gut aussah, und dann gelacht hat als sie erschrocken und wahrscheinlich auch genervt heruebergeschaut hat. Oder auch die Jungs aus Argentina, mit denen ich lange in Huanchaco gechillt habe, haben mega oft den Frauen hinterhergepfiffen oder irgendwas auf spanisch ihnen hinterhergerufen. Gehoert wohl irgendwie bei denen zur Kultur was aber nicht heisen muss, dass man das nicht aendern kann. Der naechste bericht, sofern es einen geben sollte, geht dann weiter mit Medellin und den wohlmoeglichst kraenksten Fusballfans, die ich je bei einem Spiel gesehen habe und vielleicht fuege ich dann noch paar Bilder hinzu.

Vor paar tagen war ich im zweittiefsten Canyon der Welt und habe mir fasst ueberlegt einen 6000er Vulkan zu besteigen aber jetzt geht es erstmal Sandboarden in einer Oase. Adios!

Hier noch ein Lied, was in Kolumbien rauf und runter gehoert wird in den Discos und ueberall: https://www.youtube.com/watch?v=RqpKDkVzlqU oder https://www.youtube.com/watch?v=10IKRNNfCGU

Cartagena

klingt ja alles ganz chillig was du da schreibst. Und Daenemark hoert sich nicht schlecht an, ich habe in Medellin 2 Daenen kennen gelernt, die ziemlich enspannt drauf waren! Nur dann muesste ich immer alleine zu den SC Auswaertsfahrten fahren, das waere ganz schoen mager 😀 aber das ist dann halt so….

Zurueck in Santa Marta ging es dieses mal ins Hostel neben dem Party-Hostel, da dieses doch billiger ist, was mir dann aber leider zum Verhaengnis wurde. Abends tranken wir zu zweit oben auf der Dachterasse und sind dann herueber zur Party. Ich bin dort nicht lange geblieben, weil ich noch ziemlich fertig vom Sonnenstich und der Wueste war. Als ich dann so im Bett liege und noch bisschen am Handy sitze, merke ich, dass mich irgendwas in den Hals sticht. Irgendein Fiech halt. Beim zweiten mal checke ich mein Kissen usw und sehe dort viele kleine Insekten herumlaufen (wahrscheinlich Bettwanzen). Ich beginne in meinem Suff alle die ich sehe zur zerquetschen und nachdem ich dann um die 20 erlegt hatte, kam ich zu dem nicht ganz schlauen Schluss, dass jetzt ja alle weg seien und ich mich in ruhe schlafen legen kann. Falsch gedacht! Am naechsten morgen wache ich auf und der ganze Ruecken und Hals ist voll mit Stichen. So viele, dass mein Koerper eine alergische Reaktion bildete und jeder Stich einen richtig groser Kreis wurde. Fuer die Leute, die mit mir in Rom waren, kennen das ja schon, aber das war nochmal eine Stufe haerter. Plus die Hitze, die da oben in der Karibik herrscht war das ein richtig harter Kampf nicht zu kratzen. Naja ich habe es ueberlebt!

Am naechsten Tag kamen dann die anderen beiden von ihrem Kitesurfkurs aus La Guajira zurueck und es ging wieder nach Cartagena. Dort bin ich dann zu einer Street-Art-Tour gegangen, wo sehr viele politische Bilder gezeigt wurden, was echt geil war. Hier ein paar davon:

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No se Vende – Nicht zu verkaufen

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Anscheinend das groeste Street-Art-Bild Suedamerikas. Wurde damals leider von Coca-Cola in Auftrag gegeben. Jedoch sind die 3 Kuenstler in der Nacht wo es fertiggestellt wurde, hin und haben die Coca-Cola oder Sprite Werbung (links neben dem Gesicht) uebermalt und die Auftraggeber konnte denen nichts nachweisen. Sehr naise Aktion!!

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Laut Street-Art-Guide sind die ganzen Haeuser dort aus Drogengeldern entstanden. Anscheinend ist Cartagena da ein sehr groser Umschlagspunkt in der Welt. Uebrigens wird anscheinend in Peru mehr Kokain hergestellt als in Kolumbien.

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Was der Street-Art Typ auch erzaehlt hat, was ich irgendwie voll verdraengt hatte, ist, dass jeder Bezirk, wo wir Touristen uns aufhalten und in schoene Bars und Restaurants gehen, den Prozess der Gentrifizierung durchgemacht hat. Das bedeutet fuer uns Touristen leider nicht nur negatives, da dadurch der Bezirk sicherer wird (durch mehr Polizei) und wir ohne groeseren Probleme herumlaufen koennen, zum anderen werden auch wie im Rest der Welt die aermeren Leute vertrieben und die Mieten steigen. Dagegen gab es auch in der Street Art Szene viel Protest.

 

Am naechsten Tag ging es dann fuer mich auf den ersten Inlandsflug nach Medellin. Damals war mir noch nicht klar, dass die Nachtbusse echt sicher sind und man damit ordentlich Geld sparen kann, da man kein Hostel zahlen muss. Auch wenn vom Geld her vivacolombia (die Fluggesellschaft) sogar billiger als die Busse sind ueber die Strecke. Leider habe ich dort mal wieder einen schoenen Hendrik-Move gebracht und erstmal den falschen Flug gebucht. Ziemlich naises Gefuehl, wenn am am Flughafen steht und irgendwie das Flugzeug nicht fliegt… (waren zum Glueck nur 30 Euro) Also ging es dann zurueck zum Hostel und erstmal ins naechste Internet Cafe um einen neuen Flug zu buchen. In Cartagena war am Tag zuvor der erste Regen seit 6 Monaten! Da mega viele (ich glaube sogar fast alle) Stromleitungen ueber der Erde verlaufen, wird mindestens so lange es regnet im ganzen Bezirk der Strom ausgeschaltet (wegen Angst vor Kurzschluessen usw. jemand hat mir erzaehlt dass er gesehen hat wie es in einem Generator bisschen gteknallt hat). Als ich dann also schoen im Internet Cafe sitze und meinen Flug buchen will, faellt natuerlich der Strom aus und nachdem er wieder da ist, ist der Flug 30.000 Pesos (10 Euro) teurer. Das hat natuerlcht zu meiner eh schon guten Stimmung beigetragen. Als ich es aber dann geschafft habe den Flug zu buchen, sind mir auf den Weg zum Supermarkt, ein Teil der Gruppe aus Muenchen, die ich in der Wueste getroffen habe, ueber den Weg gelaufen. Was fuer ein Zufall bitte?! Nur weil ich den falschen Flug gebucht habe, habe ich die wieder getroffen. Also bin ich mit denen mit in ihr Hostel und wir haben den restlichen Tag ueber Wizard gespielt und der Tag wurde doch noch gut!

Wer von euch erinnert sich, welche tolle Person in Medellin lange ihr Unwesen getrieben hat? Richtig der gute Onkel Pablo Escobar. Darueber wird es dann mein naechster Post gehen.

Zum Thema vegetarisch essen in Suedamerika: Also anfangs hatte ich das ganz aufgegeben, da meine Mutter zu mir meinte, dass beim Reisen die Regeln „Schael es, koch es oder lass es“ gelten, damit man keine Probleme mit dem Magen usw bekommt. Heist dann so viel wie Salat usw kann man vergessen, solange es nicht angebraten wurde oder so. Die Einstellung habe ich dann aber ziemlich schnell verworfen, da Salat schon was geiles ist, und ich der Meinung bin, dass, wenn man das Streetfood nicht probiert, man etwas von der Kultur verpasst. Klar streikt der Bauch dann ab und zu aber das geht schon klar so und ich glaube der Bauch gewoehnt sich auch irgendwie daran!

Was ich in Cartagena entdeckt habe. Habe ich erstmal mega gefeiert, hatte meine Waesche aber leider schon woanders abgegeben….

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Sommer!

Yo Hendrik
Ich hocke grad beim Jasper auf der Terasse und genieße die Wärme. Ich bin seit zwei Tagen hier und es ist endlich richtig warm, heute sogar 30 Grad. In Süddeutschland gehen übrigens seit 10 Tagen immer wieder Orte in Gewittern unter. Da sind schon Autobahnen unter- und Häuser weggespült worden und hier strahlt die Sonne und man ahnt nichts davon.
Ich saß gestern mit der Toril im Görli neben uns bei den Büschen wurde entspannt ein Baggy vertickt, während 10 Meter entfernt ein Polizeiwagen durch den Park fuhr. Nach ihrer kurzen Patrouille saßen die PolizistInnen dann den ganzen Tag in ihren drei Wagen und haben geschwitzt. Das neue Drogenkonzept hat also bewirkt, das genau nichts sich verändert hat.
Außerdem hat die Identitäre Bewegung (die Kollegen hier http://www.identitaere-bewegung.de/wer-wir-sind/ ) auf einen Weg ein riesiges „Remigration“ gemalt. Mager..

Am Maybachufermarkt habe ich 5 Avocados und drei Schalen Erdbeeren für 4 Euro gekauft. Manchmal, wenn man dann Erdbeershake trinkend auf dem Balkon sitzt,  ist man sich einfach wieder absolut sicher das es hier doch sehr schön ist.
Heute war ich auf einem Azubitag von einer Dachdeckerei/Zimmerei eingeladen. Wir hatten einen Parcours zu absolvieren, dessen Stationen aus Einblicken in das Berufsleben bestanden. Zum Beispiel Balken verbinden, Blech schneiden, oder sich mit dem Kran auf 20 Meter Höhe fahren lassen, um Fotos zu machen und die Höhentauglichkeit zu testen. Da hatte ich richtig Bock bei denen anzufangen, der einzige Nachteil wäre gewesen das es um 6.30 los geht. Leider gab es aber nur 4 Plätze für 21 Leute und ich bin kanpp an einem Platz vorbeigeschrammt. Naja mal gucken was die nächsten Tage ergeben..
Morgen fahre ich nach Dänemark zu diesem übelst alternativen Studiumprogramm um mal zu gucken wie die so sind.

Zu den Leuten, warum die ihren Müll in den Fluss schmeißen. Wahrscheinlich ist das Bewusstsein in der Gesellschaft einfach nicht da, das darüber einfach nicht gesprochen wird. Aber ich habe es auch nicht verstanden, als ich in Bosnien war.

Deine Rechtschreibung ist mal wieder todeswitzig. „Mangroofen“ 😀
Beim Kitesurfen bin ich auf jeden Fall dabei und Greifswald-Paul auch. Der war schon kurz davor sich ne Ausrüstung zu kaufen um dann jeden Tag an den Strand zu fahren.

Hau Rein!

La Guajira

So weiter gehts! Zurueck in Santa Marta ging es am Abend weiter nach Riohacha, die letzte groesere Stadt vor der Wueste. Nachdem wir uns von den naechsten Leuten unserer Gruppe verabschiedet haben, ging es dann zu 4. weiter. Die Fahrt war im ersten grosen Reisebus! Mega viel Beinfreiheit und superweiche Sitze, auch Wifi, das einzige was den Bussen in Kolumbien im Vergleich zu denen in Deutschland fehlt sind Steckdosen. Sonst fehlt da halt der Sicherheitsgurt, den es aber eh in fast keinem Bus gibt. Das einzige was doof an den Bussen ist, ist, dass die Busfahrer egal wo, die Busse mega krass herunterkuehlen, keine Ahnung wieso, sodass man nur in langen Klamotten ueberlebt und wenn man dann aus dem Bus aussteigt erstmal einen Hitzeschock bekommt. Dort in Riohacha trafen wir Gieljan im Hostel mit dem wir nicht gros geredet haben, den ich aber ungefaehr 1 Monat spaeter und mit dem Auto 1000 km suedlich in Manizales wieder treffen sollte.

Der Hostelbesitzer hat uns paar Tipps zur Vorbereitung auf die Wueste gegeben und am naechsten Tag ging es, nachdem wir alles eingekauft hatten, in einem Collectivo los Richtung Wueste. Fuer die Leute die nicht wissen was ein Collectivo ist: Das sind Sammeltaxis, die losfahren, wenn das Auto voll ist, und sehr billig sind. In Ubrika, die letzte groesere Ansammlung von Hauesern, mussten wir in ein anderen Collectivo umsteigen. Nun sasen wir auf der Ladeflaeche eines Pickups mit vielen Einheimischen, zum Glueck mit Sonnenschutz, und fuhren erstmal an einem Gleis entlang und dann straight in die Wueste. Das erste Eisenbahngleis, welches ich in Kolumbien gesehen habe! Darauf sah man einen mega langen Zug mit 2 Lokomotiven, wie man es aus Filmen aus Australien oder der USA kennt. Ich denke mal das ist fuer den Kohleabbau oder so.

Wie du in einem deiner Artikel vom Plastikmuell um den Staedten herum erzaehlt hast, zaehlt das Gleiche natuerlich auch fuer hier. Je weiter man aus der Stadt hinauskommt, wo es echt noch voll klar geht mit dem Muell, da es Muellmaenner gibt, die mit Muelltonnen herumlaufen und das Zeug einsammeln, je aermer wird die Bevoelkerung und je mehr Plastik sieht man in der Landschaft. Ganz schoen erschreckend viel! Teilsweise liegt es aber auch nicht nur daran, dass sie arm sind. Z.b. auf der 2 taegigen Amazonasbootfahrt, von der ich eben komme, haben soooo viele Menschen ihre Plastikteller einfach in den Fluss geschmissen, anstatt es in den viel zu kleinen Muelleimer zu werfen. Zum einen bin ich der Meinung, dass, wenn man arm ist, einfach gar kein Interesse an Muelltrennung usw hat, weil man andere Probleme hat. Jedoch habe ich auch schon oefters beobachtet, dass Leute, die bestimmt nicht arm waren wie die vom Boot, das gleiche taten. Wieso die das tun weis ich echt nicht. Was meint ihr?

Auf einmal bog der Jeep ins Gelaende ab und ab dann ging queer durch die Landschaft, an Baemen und Kakteen vorbei. Der Fahrer folgte irgendwelchen Autospuren. Immer wieder sah man einzelne oder mehrere Haeuser aus Lehm gebaut, wo dann Einheimische rausgelassen wurden. Ab und zu auch einfach ein Haus und man fragte sich, was die den ganzen Tag machen. Nicht wirklich vorstellbar in unserer westlichen Welt. IMG_1871Wahrscheinlich waren sie alle in Ubrika einkaufen, da Ihnen meistens Saecke mit Reis usw mitgegeben wurde. Teilweise wurden aber auch Leute mitten im nichts herausgelassen, wo man sich fragte: „wo laufen die jetzt hin?“ Irgendwann nach 2 Sunden oder meht, kamen wir dann in „Cabo la Vela“ an. Es war wirklich nur eine Strase, rechts und links Haeuser und dann der Strand und das Meer, mehr nicht. Erstaunlicherweise gab es sogar eine Stromleitung, die wie mir erzaehlt wurde aus Venezuela kommt. Der Strom sei anscheinend sehr teuer, sodass jeder Generatoren besitzt. Voll der Quatsch ey!

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mehr gabs nicht in Cabo la Vela

Als wir dann in einem Restaurant zu Mittag asen, bemerkten wir die Boxen und den Fernseher, der Musik abspielte, schenkten ihm aber deshalb nicht gros Aufmerksamkeit. Irgwann hat der Restaurantbesitzer umgeschaltet und es lief Fusball. Und zwar nicht nur irgendein Fusball sondern Champions League! Das war vielleicht ein naises Gefuehl in der Wueste Champions League zu schauen. Es war das Speil Barça gegen Atletico, welches dazu sehr spannend war und viele Leute (alles nur Maenner) im Restaurant sasen. Auf einall ging einfach der Strom aus und obwohl es 80. Minute war und das Spiel mega spannend zu dem Zeitpunkt war. Trotzdem beschwerte sich niemand und langsam zogen alle ab, wohlmoeglich zum naechsten Restaurant oder sonstwohin. Wir schauten uns auf jeden Fall verdutzt an!

Der Ort ist perfekt zum Kitesurfen, da es dort mega viel Wind und wirklich KEINE Wellen gibt. IMG_1883Ich habe zuvor noch nie ein Meer ohne Wellen gesehen 😀 Deshalb gibt es dort auch gleich mehrere Kitesurfschulen und die Leute hatten ganz schoen krasse Skills.
Mit dem Wind koennen die mega hoch und weit springen und manche haben dann noch voll die Tricks drauf. Geht mega ab! Muss ich auch noch in meinem Leben lernen!

Am naechsten Tag ging es dann wieder in einem Jeep frueh weiter nach Punta Gallinas. Wir durchfuhren vielen verschiedene Vegetationen: Von nur Sand ueber kleine Graeser zu kleinen Baeumen mit mini Blaettern und mindestens 2m hohe Kakteen. Auf dem Weg gab es dann aber auch nicht so schoene Bilder. Es gab sehr oft „Strasensperren“ mit einem Seil, welches von der linken Strasenseite zur rechten gespannt waren. Dort warteten, bis auf sehr wenige Ausnahmen, immer Kinder und wollten etwas zu essen oder trinken haben. Anfangs hatte der Fahrer suses Gebaeck dabei, worueber sich die Kinder sehr freuten (was natuerlich auf der anderen Seite auch nicht wirklich gesund ist wenn die am Tag nur das zu essen bekommen. Dann kann man schon mal hallo zur spaeteren Diabetis sagen). Jedoch gibt es anscheinend Zonen wo sie diese Strasensperren machen duerfen und wo nicht. Trotzdem standen in den Zonen, wo sie es eigentlich nicht duerfen, Kinder mit ihren Strasensperren und baten um etwas. Da war es echt gut, das uns der Hostelmensch aus Riohacha emgfohlen hat Wasser und Fruechte oder Brot zu kaufen. So konnten wir Ihnen etwas geben, denn die Kinder stehen da wohlmoeglich den ganzen Tag auch wenn sie nichts von den Collectivo-Fahrern bekommen. Ganz schoen traurig das Ganze zu sehen.

Der Collectivo-Fahrer hatte die ganze Zeit eine CD am laufen und auf einmal kam „Mr. Bombastik“ von Shaggy und alle im Jeep haben „mitgesungen“. Das war sehr witzig. Wer das Lied nicht kennt sollte sich auf jeden Fall schaemen und hat etwas verpasst in seiner Kindheit!

IMG_1892Irgendwann kamen wir ploetzlich zu einem tuerkisfarbenen Fluss mit Manggrofen. Seeehr schoen! Nach einer kurzen Bootsfahrt kamen wir dann zu unserer Uebernachtsungsmoeglichkeit, wovon man einen geilen Blick auf den tuerkisen Fluss und den Manggrofeninseln hatte!

Nach ein paar Stunden Pause, in denen ich „Domino“ mit 3 Einheimischen spielte (Ja das Spiel mit den Steinen und 2 Nummern darauf. das wird in ganz Kolumbien und von jeder Altersklasse gespielt. Vor allem spielen die das so, dass wenn sie am Zug sind und einen Stein spielen koennen, diesen laut auf den Tisch schlagen und dann erst an die richtigige Postion legen. Keine Ahnung wieso, ist aber voll witzig! Muss man mal den alten Herren in der Baiz in Berlin vorschlagen, die das auch immer zocken! 😀 ) ging es los mit der Tour. Nach hoechstens 10 Minuten war der Jeep jedoch ueberhitzt und der Jeepfahrer lief zurueck und holte einen neuen. Jedoch mussten wir uns nun auf die Ladeflaeche ohne Sonnenschutz stellen, was spaeter meinen Sonnenstich verursachte, da ich nicht genug Wasser fuer den kleinen Ausflug dabei hatte.

Erste Station der Tour war der noerdlichste Punkt Suedamerikas, wo mega viele Steintuerme gebaut waren, wie in der Dreisam in Freiburg!IMG-20160416-WA0000 Danach gab es eine weitere coole Aussicht auf den Fluss und danach sind wir zu einer ungefaehr 20m hohen Sandduene gefahren, von der man direkt ins Meer rennen konnte. Das hat echt unglaublich Spas gemacht und war zugleich brutal anstrengend wieder hochzulaufen, weil die Sandduene mega steil war. Das wollte ich immer mal gemacht haben! Ein Typ aus der Gruppe hatte ein Antifaschista-Tatoo auf franzoesisch auf dem Arm, seeeehr naise!

Da ging es die 20m herunter
Da ging es die 20m herunter

Abends haben wir dann nach dem Essen sehr lange Shit-Head gespielt, Bier getrunken und dabei Rapmusik gehoert. Dies in der Wueste -> was will man mehr!! Dort hatte ich dann meine erste Nacht in einer Haengematte, in der ich richtig super geschlafen habe. Wenn man sich richtig quer legt und die Haengematte breit genug ist, geht das voll ab!

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und auch im nichts gibt es Fernseher und Strom

Am naechsten Tag ging es dann wieder zurueck nach Cabo la Vela, wo wir eine Gruppe aus Muenchen trafen( Lennart. der eine kannte sogar „Ultrapeinlich“ und „Ultraschoen“ mit dem ich dann mega viel ueber Fusball und Ultras gequatscht habe. Nur leider ist er kein Mitglied bei Schickeria…. 😀 ) Von dort ging es dann weiter nach Santa Marta zurueck.

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so klappt das mit den Toiletten und Duschen in der Wueste und man sieht das sehr oft in Suedamerika dass die einen Behaelter fuer das Wasser haben der aufgefuellt wird und dann fliest das Wasser herunter

Was mir dort auch, wie schon bei der Wandertour durch den Tayronna Park, sehr gefallen hat, ist, dass Leben ohne Spiegel und ohne auf die Uhr zu schauen (da bin ich echt froh dass ich keine Armbanduhr besitze). Das geht echt mega ab einfach darauf zu scheisen wie viel Uhr es ist! Me gusta!

Bilder reiche ich noch nach, da das Internetcafe echt kacke ist!

Yo Hendrik,
Ich schreibe auch mal wieder etwas. Zuerst mal der Link zu einem neuen Set das ich entdeckt habe. Richtig naise https://soundcloud.com/miyagi/miyagi-at-watergate-berlin
Und hier ist noch das absolute Hammer Set!

Außerdem musst Du dir den Saisonrückblick der Ultras von die Amateure angucken. Wie immer eine Freude.
Da ich momentan nicht am Reisen bin, schreibe ich auch nicht mehr. 😛
Aber das wird hoffentlich bald wieder.

Minca

Buuuenas. Die letzten Wochen hatte ich irgendwie nicht die Motivation etwas zu schreiben oder auch nicht die Zeit, weil so viel gemacht wurde oder es kein Internet gab usw. Naja jetzt gehts weiter.

Das Set von dem Festival ist uebrigens echt sehr geil Lennart!

Nach der etwas laengeren Nacht ging am naechsten Tag natuerlich nicht so viel auser in der Stadt herumlaufen. An dem Tag war iregdnwie ganz komisch Polizeitag oder so etwas in Santa Marta. Es gab voll viele Staende mit bunten Luftballons, was witzig anzuschauen war, und auf einem Platz habe ich eine grose Gruppe Jungs salutieren gesehen, die aber alle in normalen Klamotten angezogen waren. IMG_1852Wohlmoeglich zukuenftige Bullen. Viele Kolumbianer_innen sind ja seeeehr fusballverrueckt. Im Tayronna-Park haben, weil gerade Nationmmanschaft gespielt hat, soooooo viele Menschen ein Nationaltrickot getragen. Und auch in Santa Marta wird dann einfach mal auf der Strase am Rand gestanden, weil da ein Bldschirm steht und Fusball gezeigt wird.IMG_1856 Das dadurch der Verkehr bisschen behindert wird interessiert keinen. Am naechsten Tag ging es aber dann nach Minca, ein kleines Dorf in den Bergen. Nachdem man sich von den ersten Personen der Gruppe verabschieden musste und mir dann auch klar wurde, dass die 4 geilen Tage der Wanderung endgueltig vorbei sind, ging es zu 6. nach Minca. Anfangs war ich schon ziemlich traurig, dass die Zeit jetzt vorbei ist, aber so ist das beim reisen. Auserdem waren wir ja auch noch zu 6.

Dort angekommen, musste wir erstmal ein ganz schoenes steiles Stueck hoch laufen, was mit vollem Backpack ziemlich anstrengend war. Irgendwann sind wir dann ziemlich verschwitzt oben angekommen.

Es gab eine echt geile Terasse, wo man einen coolen Ausblick auf Santa Marta hatte, vor allem nachts mit den funkelten Lichtern der Stadt war das sehr naise. Der Strom ging, wie schon paar mal von Cartagena gewohnt, nicht. Trotzdem war das alles schoen gemacht, verschiedene kleine Haeuschen usw. Man merkte auch gleich, dass hier nicht die gleichen Backpacker am reisen waren, wie unten im Partyhostel in Santa Marta.

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oben rechts sieht man bisschen Santa Marta, man sieht es besser wenn ich ein bild von unten gemacht haette

Hier sah man Leute die Kleidung strickten und mehr Leute die kiffen anstatt zu saufen (das hat da keiner gemacht) , die aber keine Hippies waren. Ganz witzig, als ich das gemerkt habe. Abends wurden dann wieder kleine Kerzen ausgepackt, da der Strom immer noch nicht ging, was aber mit den Lichtern von Santa Marta in der Ferne eine coole Stimmung erzeugte. Abends ging es noch in ein Restaurant, wo wir nur Spaghetti und Tortellinis bestellten und es einfach eeeeewig gedauert hat bis wir das Zeug bekommen haben, mindestens 40 Minuten, obwohl es nur Spaghetti waren. Aber das muss man halt alles mit kolumbianischer Gelassenheit annehmen 😀 In einem anderen Restaurant gab es pinkes Ketchup!

Am naechsten Tag ging es dann zu einem anderen Hostel (Casa Elemento), wo wir eigentlich auch eine Nacht bleiben wollten, da es aber immer eine Woche vorher ausgebucht ist und wir zu 6. waren, sind wir nur fuer einen Tag hin.

Auf dem Weg dorthin trennte sich die Gruppe, weil Einheimische meinten, dass es 5 Stunden zu laufen – und der andere Weg kuerzer sei. Letztendlich machten sich Nora, Max und ich auf den Weg, die laengere Strecke zu schaffen. Einmal fuhr ein mit Kies beladener kleiner Laster an uns vorbei. 15m nachdem er an uns vorbei gefahren war, wurde dieser kurz langsamer und Nora fing an loszurennen. Max und ich verstanden erst nicht wieso aber der Last stoppte und Nora sprang hinten drauf. IMG_1860 (1) Max und ich schauten uns an und rannten auch los. Nun ging Fahrt hinten auf dem Laster weiter, in Deutschland eher nicht vorstellbar, weil es zu gefaehrlich ist, da wir uns nur an der Wand des Lasters festhielten. Hat aber echt super Spas gemacht, weil man dauernd irgendwelchen Aesten ausweichen musste usw. Dies war aehnlich zu der Aktion, als auf dem Heimweg von der Lost-City-Tour 2 kleine Jungs auf das Dach unseres Jeeps geklettert sind, obwohl die Strase echt mega huppelig war und die Gefahr herunterzufallen nicht klein war.  Trotzdem hat auch wie in unserem Fall der Fahrer nichts dagegen gehabt. Die Jungs hatten wie wir mega Spas.

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Nach der laengeren Fahrt hinten auf dem Laster, was unseren Weg natuerlich mega verkuerzte, mussten wir noch ein Stueck laufen und kamen vor dem anderen Teil der Gruppe an. Die wunderten sich natuerlich ordentlich!

Dort angekommen gab es 2 riesen „Haengematten“ wo man zu 10. daraufkann. Dazu hat man mega den geilen Ausblick auf das Tal. Einfach hammer! Das Essen war auch seeehr lecker (es gab Burritos, so etwas aehnliches wie Yufka) und es gab einfach nur kiffenende Menschen dort. Mega witzig. Stell dir den Paul aus Falkensee vor, nur 10mal krasser von der Sprechweise und Tonlage usw und mindestens 30 Leute davon. IMG_1863Mega witzig die Leute. einen kleinen Pool gab es auch. also was braucht man mehr! Einmal habe ich mit Nora und einem aus Israel, von denen wieder viele da waren, in einer der 2 riesen Haengematten gechillt und es ging darum wieso sie den Militaerdienst machen muessen usw. Da hat er dann aufgezaehlt von welchen Laendern Israel angegriffen oder bedroht wird (einfach die Laender um Israel). Ich habe dann, als er die Laender aufgezaehlt hat, Palestina gesagt, was natuerlich nicht die beste Idee war und er antwortete darauf: „Palestina gibt es nicht“. Aaaaaaalles klar. Nicht so das gute Thema. Einfach ein krass komplizierter Konflikt…

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Zurueck zu unserem Hostel ging es am Abend mit dem Motortaxi. War so Mountanbike fuer faule, da der Weg ungefaehr 1 m breit war und mega viele Huppel und Steine zum ausweichen da waren. Der Tarro ging natuerlich nicht und das Licht ging nur, wenn er Gas gegeben hatte. Also musste er bergab immer Gas geben und bremsen. Voll dumm ey! Allgemein bin ich auch schon mit sooo vielen Autos gefahren, wo einfach der Tarro nicht geht. Unvorstellbar in Deutschland. 😀

Nach der zweiten Nacht ging es dann zurueck nach Santa Marta und von dortaus nach  Riohacha und von dort in die Wueste zum noerdlichsten Punkt Suedamerikas. Davon schreibe ich dann das naechste mal wenn ich Zeit habe.

Salut!

PS: die unterschiedliche groese der flaschen ist echt mega ungewohnt. es gibt alles: 620ml, 748ml, 3125ml, wirklich alles!

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Berlin mal wieder, Aufstieg, Techno

Smerf trägt Bauchtasche diagonal!

Mega witziger Artikel, Alter! Vielleicht kriegen wir ein Schiff mit Hundekäfigen organisiert, dass zu dir rüberfährt.
Ich hänge gerade in Berlin rum und war heute bei sonem Bewerbungsgespräch für ein Praktikum bzw Ausbildung in einer Tischlerei.
Die waren aber so wie das was du auch von deiner erzählt hast. Ich werde da wohl nicht hingehen..
Sone Schweine von wegen Gewinndruck, wir müssen schnell arbeiten, pünktlich sein usw. . Und ihr bester Mann darf zur Belohnung auch mal an ihrem neusten Projekt arbeiten, ziemlich versachlichter Umgang miteinander naja ich gucke mal weiter..
Am Freitag bin ich nach Paderborn gefahren. Ich wollte ne Mitfahrgelegenheit nutzen, aber der nette Typ ist bevor ich eintraf weggefahren. Also erstmal schlechte Laune schieben, weil die andere Reiseroute todesteuer ist und dann den Fernbus nach Hannover buchen.
Von dort habe ich dann die S-Bahn nach Paderborn genommen, die aber zwei Stunden brauchte…
Während ich immer noch in der S-Bahn saß wurde das Spiel angepfiffen, sehr unangenehmes Gefühl da zu sitzen und nichts machen zu können, damit es schneller geht.
Ich kam dann zur zweiten Halbzeit an und mir wurde erzählt, ich habe nichts verpasst, Spielstand 0:0, Puhh. Kaum wird wieder angepfiffen steht es 1:0 und kurz danach 2:0 Yes!
Nach dieser kurzen starken Phase, kam Paderborn aber immer wieder zurück und es wurde nochmal spannend. Die Stimmung war ziemlich leise, dafür , dass es um den Aufstieg ging.
Dann am Ende 5 Minuten Nachspielzeit und nach diesen langen Minuten, schreien alle auf und ich merkte, dass das Spiel zuende war und der SC wieder in Liga 1 kämpft. Irgendwie war die Euphorie aber nicht so richtig da. Kein Kribbeln kein Dauergrinsen wie beim Pokalspiel in Mainz, oder damals in Fürth.

Nun kamen die Spieler zum Feiern, aber zwischen ihnen und dem Gästeblock war eine Mauer und nicht wie üblich ein Zaun. Einige wollten zu den Spielern auf das Feld und dafür ein Tor öffnen, aber da war schnell die Polizei zur Stelle und so kam es zu einigem Gerangel auf der Gästeblockseite, was die Spieler allerdings nicht sehen konnten wegen der Mauer. Die Spieler feierten mit dem oberen Teil des Gästeblocks, während unten Chaos war.
So konnte auch weiterhin keine richtige Stimmung aufkommen und nach und nach verzogen sich alle zu den Bussen.
Joah dann irgendwann nachdem alle sich so ein bisschen beglückwunscht hatten ging es heim im Auto nach Berlin. Wenn du mich fragst die ganze Tour fühlte sich an wie ein gewonnenes Auswärtsspiel in Wolfsburg..
Das Video der Pressekonferenz nach dem Spiel musst du dir ansehen Hendrik! Der Streich ist echt der Hammer.

Am Sonntag war dann 1. Mai. Die Demos konnte man dieses Jahr vergessen, also bin ich mit den anderen zu den Techno Türken gegangen. Die hatten fernab des Myfest-Trubels eine ganze Straße gesperrt und dort dann Party gemacht.
Die Musik war richtig richtig gut. Wie eines der besseren Sets von Jeden-Tag-ein-Set, viel Melodie usw.
Die Freude die beim Aufstieg fehlte, war nun da. Komplett unnormal was Musik mit einem machen kann, wenn die Töne zu reiner Emotion werden.
Mal wieder ein Berlin Moment. 🙂

Anschauenswertes und Hörenswertes

Mark Brauner bei Soundcloud
die Pressekonferenz vom Pb Spiel
die Aufstiegsbilder bei Nordtribuene.org
Aloha Heja He (Achtung! Ganz böser Trash)

Lost City Tour – Ciudad Perdida

Dienstag morgen ging es dann los mit der Tour. Treffpunkt war fuer uns 8:30 Uhr im Hostel und wir 4 waren alle sehr verkatert von der Nacht davor, weil es dann doch noch ziemlich abging. Nachdem es zur Geschaefftsstelle ging, sind wir alle in den Jeep eingestiegen, indem wir die naechsten 3 Stunden auch blieben. Auf der Fahrt habe ich dann zum ersten mal Wasser aus der eingeschweisten Plastiktuete probiert. Fazit: Schmeckt erstaunlicherweise ziemlich nach Plastik, also eher nicht so der Burner. Allgemein wird hier mega viel in Plastik eingeschweist: Milch, Wasser, Joghurt…. Voll komisch! Das ganze supporte ich nicht.

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Die Gruppe (so um die 15 Leute) war sowohl vom Alter (die Spanne war schon 20 bis vielleicht Mitte 30) als auch von Beruf und allem mega durchgemixt, aber trotzdem haben wir uns super verstanden und es war echt eine mega witzige Zeit! (auser mit den 3 Paerchen hatten wir nix zu tun da die u.a. meeega langsam waren und irgendwie auch deshalb ihre eigene Gruppe waren). Die Gruppe bestand u.a. aus Dave, Dara (ein Mann), Garten (den ich ab und zu ausversehen Garden, das englische Wort, genannt habe), Chris, Nora, Max und Avi.

die beruechtigte Kokapflanze
die beruechtigte Kokapflanze

Von Chris, der ziemlich langsam gelaufen ist um moeglichst viele Voegel usw. zu sehen, bis Nora, die Sportstudentin ist und quasi gefuehlt nur gerannt ist, ueber Avi der wohl ziemlich viel Zeit im Fitnesscenter verbracht hat und trotzdem Schwierigkeiten hatte Nora zu folgen war einiges dabei (ich will euch die restlichen Sachen ersparen, weil der Text eh mega lang wird).

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die Betten

Der erste Tag war wie alle Tage gut anstrengend, weil es ordentlich hoch und runter ging. Was sehr interessant war: die Farbe des Boden aenderte sich oft. Es gab die Farben rot, orange, weis, schwarz, braun und diese gemischt. Ende des ersten Tages war ein kleines Camp am Fluss. Dort konnte man von  3m Hoehe in ein natuerliches Becken vom Fluss hineinspringen und mit der gebauten Leiter wieder hinausklettern, was sehr Spas gemacht hat. Auch deshalb, weil das Wasser schoen kalt war, was das Schwitzen und die ganzen Anstrengungen zuvor vergessen lies.

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die Huetten der indigenen Voelker

Abends sasen wir noch zusammen und haben gequatscht. Dara hatte Backgammon am Start und ich Spielkarten, obwohl es da schwer war ein gemeinsames einfaches Spiel zu finden, da wir aus verschiedenen Laendern kamen. Hat dann doch irgendwie geklappt. Gegen Ende hatte Dara dann noch viele Storys ueber irgendwelche Parasiten und Wuermer die wortwoertlich unter die Haut gingen oder sonst was machen am Start, was zum einen witzig war, weil jede Story mit den Worten:¨And then You`re fucked¨endete, zum anderen waren sie aber auch teilweise eklig.

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Sprung in das Kalte

Es gibt sogar wirklich einen Parasiten, der von Katzen auf Menschen uebertragen wird, der einen risikobereiter macht, was sich u.a. an Unfaellen mit dem Auto wiederspiegelen kann. Da wir am Fluss waren, gab es natuerlich auch saemtliche Tiere die einen auf die Nerven gingen, wie z.B. ein Frosch der alle 2 Sekunden den gleichen Ton gemacht hat. 😀 teilweise hat er_sie sogar aufgehoert, was dann alle mega gefeiert haben bis er_sie dann wieder angefangen hat.

Die verschieden Farben vom Boden:

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Wie an allen 3 Morgen, hies es um 5 Uhr aufstehen. Nun gelangten wir wirklich in den Regenwald. Dieses mal war es nicht trocken wie im Tayronna Park, sondern nass und es gab wieder riiieeeesige Baeume und tolle Pflanzen. Ich habe da auch gar nicht so viele Bilder gemacht, da meine Kamera teilweise zu kacke fuer die schoenen Pflanzen waren. Pause gab es wieder bei einem Fluss, der rechts und links vom Regenwald eingesaeumt war. IMG_1772Man konnte auch am Fluss entlangklettern/schwimmen/laufen, wie man es auch in Corsica machen kann. Echt naise. Nach paar Stunden ging es dann weiter. Fuer mindestens eine halbe Stunde hatten mich 3 Jungs eingeholt, die mega chillige Mukke am Start hatten (chillige House musik, aber auch teilweise chillige musik mit Gitarre, Bass usw). Das hat einen echt motviert. Das zweite Camp war dann ohne Strom. Also wurden abends Kerzen aufgestellt. Ich habe dann auch eine Runde ¨Luegen¨ gespielt, wo auch einer vom indigenen Stamm mitgespielt hat. Mega naise von ihm. Die leben dann alle doch nicht so seperat wie gedacht. Auf dem Weg ging es an eigen Doerfern vorbei, wo die Menschen in Huetten aus Holz wohnen. Was auch mal wieder ein krasser Zufall war: mir kam eine Gruppe entgegen, die ich 2 Wochen zuvor im Tayronna Park kennen gelernt habe, Sachen gibts.. Tiere gab es auch zu sehen. Ich habe einmal (ich weis den Namen nicht) einen Salamander aehnliches Tier gesehen, das ueber Wasser rennen kann.

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die ersten der 1200 Stufen

Wie jeden morgen war es auch am 3. morgen sehr kalt und ich hatte den Demo Style von paar Leuten aus Berlin am Start (kurze Hose und lange skiunterhose drunter, das gleiche mit dem Tshirt). Am 3. Tag ging es dann zur Lost City hoch: 1200 Stufen waren zu ueberwaeltigen. Hoert sich krass viel an, weshalb ich anfangs echt langsam gemacht habe, was aber ein Fehler war, weil es doch ging. Oben angekommen, konnte man die alten Ruinen aber auch die krasse Aussicht bestauen. Ganz schoen krass was die damals geleistet haben! Dort gab es dann auch Voegel, die komplett komische Geraeusche gemacht haben. Die Namen sind: Pistolero, der kurze Gerausche macht die sich anhoeren wie ein Maschienengewehr und crested oropendola der auch ganz komische gerausche macht. Wenn euch langweilig ist, vielleicht kann man das ja in Youtube eingeben.  Papageie oder Kolibris waren natuerlich auch viele zu sehen.

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Der Ausblick

Ich habe mich erst voll gewundert wieso in dem Gebiet von der Lost City so viel Miltaer anwesend war. Spaeter wurde mir dann erzaehlt das gerade mal vor 5 Jahren eine ganze Reisegruppe von einer Rebellengruppe entfuehrt wurde. IMG_1800 Denen ist zwar weiter nix passiert, trotzdem wurde ordentlich Loesegeld erpresst usw. Gar nicht so lange her…. Ein gutes Stueck entfernt von uns haben 3 von ihnen auch gaaanz cool mit ihren Waffen gepost, weil sie anmscheinend neu waren und haben Bilder von sich gemacht, worueber alle von der Tour gelacht haben.

 

Am 3. und 4. Tag ging es auf den Weg zurueck, was mit Muskelkater echt anstrengend wurde. Ich habe sogar eine Schlange und einen Affen gesehen (die Affen aber nur weil die wohl zum einen Camp gehoerten). Den Weg zurueck bin ich nicht so schnell gelaufen um mehr von der Natur mitzubekommen, weil der Blick auf dem Hinweg aufgrund des schnellen Laufens eher auf den Boden gerichtet war. Zurueck in Santa Marta sind wir alle zusammen feiern gegangen, was sehr witzig war. Zu 6. von der Trekking Gruppe ging es dann paar Tage spaeter nach Minca, dazu mehr im naechsten Post. Viele Gruppenbilder habe ich leider nicht, da dafuer lieber die besseren Kameras benutzt wurden, vielleicht reiche ich die dann noch nach oder sonst was.

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eine Dusche in Kolumbien
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gerodet fuer die Viehhaltung

Leider wurde mir auch erzaehlt, dass es um das Tal herum nicht ganz so schoen aussieht und viel abgeholzt ist, wie man es aus den Nachrichten immer hoert. Teilweise hat man auch abgebrannte Flaechen gesehen, was die indigenen Voelker ja auch brauchen, aber bei den anderen Leuten spielt da natuerlich eher das Geld die Rolle.

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mehr und mehr Flaechen die abgeholzt werden…

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Wenn ich ehrlich bin, kann ich seit dieser Tour verstehen, wieso die meisten Eltern gerne wandern gehen und einen im Urlaub immer gezwungen haben, wenigstens eine Wanderung mitzumachen. Deshalb habe ich beschlossen mehr Zeit in der Natur zu verbringen, statt nur zu saufen, wovon ich anfangs ausging, dass so meine Reise aussehen wird. 😀 ich hoffe ihr fallt jetzt wegen den letzten Saetzen nicht alle vom Glauben ab 😀

@Lennart zum Thema Hunde raus aus Deutschland wuerde der Typ hier komplett eskalieren. Es liegen so viele Hunde schlafend auf der Strase und es gibt so viele Strasenhunde usw. Schon aetzend 😀

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iiiiiiihhh pfuuuuui!!!!!

Drei Tage Fußball

Yo Hendrik,
Die letzten Tage war ich wieder bisschen unterwegs. Zuerst hab ich am Freitag den Benni in Heidelberg besucht, das war ziemlich cool und Heidelberg ist auch ganz hübsch. Der zieht Lateinlehrer echt durch. Am Abend bin ich nach Mannheim um mitm Felix zum Edgar Wasser Konzert zu gehen. Das Konzert war mit Fatoni zusammen und echt nett. Neben Fatoni sah der Edgar aus wie ein Besenstiel.
Interessant war das die Beiden auf der Bühne die ganze Zeit Tee getrunken haben.
Bei Konzerten ist es ja üblich das die Leute auf der Bühne irgendwann etwas vorgeben was das Publikum dann nachmacht. Das hat Fatoni auch gemacht. Also Lala vorsingen und wir singen nach. Er hat dann immer unsinnigere Sachen vorgegeben zum Beispiel hat er gesagt:“Ich sage alles was der blöde Typ auf der Bühne sagt!“ was auch noch die Hälfte des Publikums nachgesagt hat. Zum Schluss hat er: „Heil Hitler“ gerufen und das Publikum dachte wohl es sei Ironie und wollte schon nachschreien, da hat er dann „Nein“ gerufen. Gute Aktion. Hat bestimmt einige zum Nachdenken angeregt, darüber was man von seinen MusikerInnen/Vorsängern/Vorbildern einfach so unreflektiert übernimmt.

Nach dem Konzert haben wir uns anderen Leuten angeschlossen, die auch nicht aus Mannheim kamen und auch noch Zeit totschlagen mussten bis ihr Fernbus kam. Wir sind durch die Stadt gestapft und kamen zufällig ins sogenannte Türkenviertel. Alter da waren soviele Döner, teilweise direkt nebeneinander, das war fast noch extremer als an der Hermannstrasse!
Wir haben dann im Dauerregen irgendwann ne überfüllte Kickerkneipe gefunden und wurden von einem richtig arroganten Sack leider ziemlich vernichtend geschlagen. Einige Zeit später konnte ich mich dann aber rächen 🙂
Um 3 fuhr der Bus bis STuttgart Flughafen wo wir 2h Aufenthalt hatten, bis wir morgens todes am Arsch in Tübingen bei Felix ankamen.
Den Tag über haben wir demeentsprechend auch nichts gemacht, sondern nur gechillt und La Haine geschaut. (Ich habe immer noch nicht gecheckt, was für ne Rolle die Kuh spielt).
Am nächsten Morgen bin ich nach Karlsruhe gefahren, um dort in den CRL Bus nach Braunschweig zu steigen. Ich war in der letzten Woche schon in Fürth gewesen und beim Heimspiel gegen St Pauli von daher nichts Neues. Sc hat schlecht gespielt und es stand bis zur 91. Minute 1:2, bis es zur letzten Ecke kam und sie wird geschossen und Kempf haut sie rein! Komplettes Ausrasten! Alle waren auf dem Zaun und sind mega am Abgehen. Dann nach dem das Stadion schon leer ist, fängt einer spontan dieses Jubellied wieder an und alle fangen wieder an zu singen und der Block ist bestimmt noch mal 10 Minuten abgegangen. Verabschiedet haben wir uns dann mit „Kühe Schweine Nordvereine“ in Richtung der letzten Braunschweiger Unsympathen 🙂
Die Rückfahrt ging ewig und nach dem ich endlich zuhause war konnte ich bis mittags schlafen, um dann mitm Moritz den Fernbus nach Zürich zu nehmen. Da war heute Derby FC Zürich gegen Grashoppers Zürich das wollten wir uns nicht entgehen lassen. Wir waren viel zu spät nur 10 Minuten vor Anpfiff da. Denkste als wir vorm Stadion ankamen, waren große Teile der Fanszene noch vorm Stadion und haben gechillt.
Als wir rein sind wurden wir nicht kontrolliert wie mindestens jeder Zweite. Sehr entspannt! Die Nichtkontrollen machten sich dann in Form von drei ordentlichen Pyroshows bemerkbar. Der FCZ war der bosher sympathischste Verein nach dem Sc. Ein bunt gemischtes Publikum, vom Dreads-Typen zum Hipstermädchen und dem Anzugträger war wirklich alles dabei und das mitten in der Fankurve!
Die aktive Szene trug komplett Trainingsjacken mit Zürcher Südkurve Aufdruck, was sich für die Pyroshows lohnte. Denn kurz nachdem s brannte rannten überall gebückt Leute rum, die sich die Trainingsjacken auszogen, die sie während der Pyroshows getragen haben, um nicht erkannt zu werden. Also ähnlich dem Schwarzer-Block-Prinzip.
Es waren auch viel mehr Leute mit Stone-Island Jacken unterwegs, aber das liegt glaube ich auch den Schweizer Löhnen.
Auch gab es nicht wirklich die Ultrasgruppen die Stimmung machen, sondern es war mehr die ganze Tribüne, auch wenn es natürlich einen Kern gab.
Die Lieder waren schwer zu verstehen, aber trotzdem schön und es wurde viel mehr gekifft, als in Freiburg. Leute die in Freiburg bei der FG stehen würden drehen sich da erstmal gemütlich ne Tüte.
Also insgesamt ziemlich cooler Verein mit coolen Fans.
Am nächsten Morgen wollten wir den Feernbus nach Milano nehmen, um von dort weiter nach Genova zum Spiel gegen Inter zu fahren. Den 9 Uhr Bus haben wir verpasst. Als wir 2h später einsteigen wollte meinte der Busfahrer das wir ein Ticket dür morgen gebucht hätten. Fuck..
Also haben wir uns erstmal 10 Minuten selbst ausgelacht und sind dann nach viel Überlegen drauf gekommen, dass der FC Basel heute gegen Lugano spielt. Um nach Basel zu kommen hätten wir entweder den Zug für 30 Franken nehmen können, oder einen anderen Weg finden. Wir sind dann durch die halbe Stsdt gelaufen, um endlich den Tramperplatz zu finden, von wo uns nach einer halben Stunde jemand nach Basel mitnahm.
So jetzt habe ich kein Bock mehr zu schreiben, also den Rest ganz kurz. Das Spiel war ok Basel ist eh schon Meister und gewann mit 3:0: Die Basler Szene ist krasser als die Zürcher, aber lang nicht so sympathisch.
Abends bin ich dann todesmüde, aber zufrieden pennen gegangen.

Bremen hat übrigens das Pokalhalbfinale unverdient verloren. 8000 waren unter der Woche in München O.o