Tag X

Nun hieß es auch fuer mich Abschied nehmen. Morgens um 5 Uhr musste ich aufstehen und hatte wie schon die 2 Wochen davor wenig Schlaf (nicht aufgrund der Aufregung).

Beim Check-In ereignete sich dann schon die erste unschoene Erfahrung. Ein, moeglicherweise aus dem arabischen Raum stammender Mann diskutierte nervoes mit dem Personal. Nach und nach kamen 6 Polizisten und sie gingen mit dem Mann weiter weg. Auf einmal kam der Mann angerannt, warf seinen Rucksack weg und wurde, nachdem er einen Halbkreis gerannt war, von der Polizei geschnappt. Als er da auf dem Boden lag und ihm die Handschellen angelegt wurden, was eine gefuehlte Ewigkeit dauerte (mindestens 8 min.), schrie er die ganze Zeit: „Help me“, „They are killing me“ „Por favor“ usw… Das war wirklich schrecklich mitanzuschauen, weil man nichts machen konnte…
Nachdem diese Situation ueberstanden war, ging es ins Flugzeug.
Auf dem Flug von Madrid-Bogota habe ich einen Jungen aus Kempten kennen gelernt, der, wie sich im Laufe des Fluges herausstellte, sehr christlich war. Als wir mittendrin darueber geredet haben, welche Buecher wir gerade lesen, meinte er: „Ich les gerade die Bibel“ 😀 Trotzdem war es sehr interssant ihm zuzuhoeren, in welcher Art und Weise er in Peru arbeitet. In gewisser Weise missioniert er dort, was man natuerlich nicht befuerworten kann. Jedoch hat er erzaehlt, dass viele Staemme dort in Angst leben (z.B. Wenn jemand stirbt, verbrennen sie das Haus in der Hoffnung dass die Boesen Geister nicht kommen und so skurrile Geschichten). Deshalb kann man darueber streiten, ob das gut oder scheiße ist was er dort macht. Was jedoch witzig war: Er empfand mein Leben als traurig, weil ich an nichts glaube usw. Aber sonst war der Typ korrekt.
Eine weitere Huerde auf dem Weg nach Kolumbien war das Ausfuellen des Visums, was dann aber mit Hilfe des Jungen aus Kempten gut geklappt hat.

In Cartagena angekommen (30C Aussentemperatur) musste ich mit dem Taxi zu meiner Unterkunft. Sicherheitsgurt im Auto? Fehlanzeige! Was auch sehr witzig ist: Die Autofahrer benutzen fuer alles die Hupe (zum Auffordern Weiterzufahren, als Frage ob man einsteigen will uvm.). Da sie nur kurz draufdruecken, ist das aber ziemlich witzig. Nachdem der Taxifahrer meine Unterkunft nicht finden konnte und er viele Leute gefragt hatte, wo mein Haus ist, meinte eine Person zu mir: „Where are you from?“ ich erwiderte „Germany“. Dauraufhin fragte er, ob ich Heroin kaufen moechte, was ich dankend ablehnte 😀 (Das zum Thema Drogen und Kolumbien). Irgendwann haben wir die Wohnung dann gefunden und meine Mitbewohner haben mit den anderen „Schuelern“ eine Party gemacht. Ein Amerikaner meinte, dass seine Oma aus KENZINGEN kommt. So klein ist die Welt also. Ein anderer spielt in der Schweiz Faustball (eine Sportart die ich in Freiburg nur alte Leute spielen gesehen habe). Aufgrund meines Jetlags bin ich dann nicht mit feiern gegangen.

Wiziger Fact ueber Cartagena: die Kanalisation ist nicht dafuer gebaut Klopapier „mitzuspuelen“!
PS: auf der spanischen Tastatur gibt es ein paar Buchstaben nicht, deshalb meine Schreibweise.

Lennart? was geht bei dir so?

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