Morgens wollte ich weitertrampen, um endlich nach Kroatien zu kommen. Ich war gespannt ob das Ganze auf Bauernenglisch genauso gut funktionieren würde. Tat es leider nicht. An der Tanke wollte mich niemand mitnehmen und an der Autobahnauffahrt stand ich leider auch umsonst. Die Autos in meine Richtung konnten nämlich gar nicht halten, wie ich später bemerkte, weil sie sich auf der Innenspur befanden. Dann hatte ich ziemlich schlechte Laune und bin zum Bahnhof gefahren. Der Nahverkehr ist übrigens die absolute Frechheit. Wie in manchen Stadien für die Pommes in der Halbzeit, musst du dir eine Plastikkarte kaufen, die du dann aufladen musst und nicht zurückgeben kannst. Also zahlst Du für einmal fahren drei Euro. Die Verkäuferin meinte noch „Now you have a souvenir from Ljubljana!“. Na danke.
Am Bahnhof fuhr tatsächlich ein Zug nach Zagreb 90 Minuten später für günstige 9 Euro. Die Fahrt war der Hit. Alte Waggons eine wirklich schöne Landschaft und eine Slowenin und einen Argentiner als Begleitung. Der Argentiner hieß German und wollte mich bis Zagreb begleiten. Die Grenzkontrollen waren megaunfreundlich. PolizistInnen die sehr stolz auf ihre Uniform sind und dir hundert Fragen stellen, die sie eigentlich auch selbst beantworten könnten.
In Zagreb sind wir dann in ein 10 Euro Hostel, wo viele andere BacpackerInnen waren die unter anderem vom Workaway erzählt haben –> Nice Sache!
Ich hätte nie erwartet, dass man so viele Leute mit Fußballbezug trifft. Da waren ein Engländer der am Tag davor beim Futsal von den Bad Blue Boys war, (die kranken Leute die am Jugoslawien Krieg beteiligt waren), und die auch noch an dem Tag 50 Jahre alt wurden. Da war der Argentiner der in Südamerika schon bei den kränksten Spielen war. Und in Wien war da der Stuttgarter (Iiiiiihhhh) der vom Belgrader Derby erzählt hat. Zagreb ist als Stadt ganz nett, aber kein Vergleich zu Wien und Ljubljana, es gibt übrigens auch hier ein 1UP am Busbahnhof 😉
Ich nahm am nächsten Tag den Bus nach Plitvice Jezera. Das ist ein Nationalpark in dem es Seen auf unterschiedlicher Höhe gibt, die dann in großen Wasserfällen ineinander fließen. Es war zwar neblig und regnerisch, aber dafür hatte es auch Hochwasser und sah noch beeindruckender aus. In Deutschland wäre man nie so nah an die Wasserfälle rangekommen wie hier und das alles ohne Geländer. Wenn man in Kroatien ist, unbedingt dorthin!

Außerdem traf ich einen Südkoreaner der in Deutschland noch die Tschokotschäh besteigen wollte, also die Zugspitze. Der Typ war der Hammer.
Von Plitvice aus nahm ich den Bus nach Split. Die Fahrt war der Horror, hinter mir ein Typ der die ganzen 4 Stunden Kaugummi kaute was mega laut war, außerdem war ich bis dahin nur mitteleuropäische Autobahnen gewohnt und keine kroatische Landstraße. Immerhin die Landschaft war sehr beeindruckend vor allem bergig und menschenleer, hätte ich so in meinem Klischee von einem warmen Land auch nicht erwartet.
Abends in Split sah ich dann endlich kleine grüne Blätter an den Bäumen und sogar Palmen. Endlich ein bisschen Frühling! 🙂
Wie gehts bei dir so?
so schön von euch zu hören ihr lieben! komm gar nicht aus dem grinsen raus!!!
genießt es wie wild und lasst weiter so ausführlich von euch hören (hendrik, wie stehts um dich? wurdest du schon von den drogendealern abhängig gemacht??)