Hey Hendrik, sag mal wie läufts eigentlich bei deinem Englisch, oder redest du nur Spanisch(hust) und Deutsch?
Ich finds ganz erstaunlich wie sich mein Bauern-englisch wandelt. Also es wird nicht besser, aber ich verwende es viel selbstverständlicher, also das Rumstottern wird weniger.
Also ich glaube der letzte Text hat in Wien aufgehört.
Eigentlich wollte ich schon am Tag vorher lostrampen, aber da stand ich am falschen Platz und vor allem zu spät, ich glaub so gegen 16-17 Uhr.
Also hab ich nochmal in Wien gepennt und mich dann anne Tanke an der richtigen Autobahnauffahrt gestellt. Ich wollte nach einer Stunde ungefähr aufgeben und mir ein Fernbusticket kaufen, als der Mechaniker der Tankstelle Dienstschluss hatte und anbot mich bis zur Raststätte hinterm Autobahnkreuz zu bringen. Das war immerhin ne Viertelstunde weg.
Von dort nahm mich dann recht zügig ein LKW Fahrer mit bis 100km vor Graz mit. Der Typ war echt sympathisch, er fährt für Charles und Vögele Kleidung durch Österreich. Ich hätte nie gedacht dass es in so einem großen Laster so ruhig ist! Man ist zwar langsam, aber es ist leiser als in einem älteren Auto.
Dann nahm mich eine Familie aus Nepal mit bis nach Graz. Die Frau wollte erst nicht, sie erklärte ihrem Mann dass sie Angst vor mir habe. Der fragte mich dann ob ich denn Waffen dabei habe. Ich hab mit dem Kopf geschüttelt und dann durfte ich mit. Die hatten ein ziemlich klassisches Rollenbild. Der Mann hat mit mir geredet, während er fuhr und die Frau kümmerte sich hinten um das Kind und sagte ständig zu ihrem Mann er solle aufhören mit mir zu reden und lieber aufpassen, um keinen Unfall zu bauen, was der mir lachend erzählte.
Angekommen in Graz wollte ich schon zum A&O Hostel laufen, als ich ein kleines alternatives Cafe sah. Da dachte ich mir frage ich erstmal die, die wissen sicher was Besseres als A&O. Nach fünf Minuten hatten sie sich dazu entschlossen, dass ich gegen Spende in den Vereinsräumen pennen könnte. Naise!
Graz ist ganz nett. Viele Leute eine süße Innenstadt Joah..
Ich hatte mir morgens als ich auf dem Weg zum Tramperplatz war, ein Schild „Richtung Süden“ gemacht, dass ich hinten an meinem Rucksack befestigt hatte. Plötzlich hielt vor mir ein Auto an fuhr 10 Meter mitten auf der Kreuzung rückwärts und fragten mich ob ich mitwill. Als ich dann im Auto saß, stellte sich heraus dass sie ein anderes Süden meinten als ich. Also ging die Reise, statt Richtung Zagreb nach Ljubljana. Naja so habe ich immerhin nochmal Schnee in den Alpen gesehen.. Die die mich mitnahmen haben den allerhärtesten Dialekt überhaupt gesprochen. Statt „da“ oder „dort“ haben die „dadada“ gesagt! Waren aber sehr sympathisch und alle Teil des Kärntner Landesjugendchors, der europaweit ziemlich erfolgreich ist.
Abgesetzt haben die mich dann kurz vor der slowenischen Grenze auf einem Parkplatz in den Voralpen, an dem nichts los war. Nach einer Stunde nahm mich dann aber ein netter Fotograf aus Böblingen bei Stuttgart mit bis Ljubljana.
Ljubljana ist nett, alles zu Fuß erreichbar, die Leute sind freundlich und es gibt viele StudentInnen. Außerdem wider Erwartens linke Streetart und mehr deutsche Fußballsticker als einheimische. Außerdem war natürlich Denk/Becky/Stace auch hier.