National Park de Tayronna

Aufgrund Ostern hatten wir nur 3 Tage Schule (dafuer an den Tagen laenger Unterricht). So beschloss ich mit Anouk in den Nationalpark zu gehen. Erste Huerde: den Bus zu bekommen, der von der Schule bestellt wurde (die davor ziemliche viele Hostels abklappern). Ja der Bus kam und kam nicht. So sasen wir fast 3 Stunden vor der Schule und haben gewartet (muss man aber alles mit kolumbianischer Ruhe und Gelassenheit annehmen). Unsere Kontaktperson von der Schule konnten wir leider auch nicht erreichen. Dadurch das Anouk gut spanisch sprechen kann, hat sie das Busunternehmen irgendwann erreicht und wir konnten einen Bus fuer 6 Uhr buchen, welcher auch wirklich kam! YES!

Nach 4 Stunden fahrt kamen wir dann in Santa Marta an und sind in unsere Hostel gefahren. Dort angekommen tarfen wir alte Bekannte von der Schule: Mark, Bas und Neithan. Die erzaehlten uns, dass Freunde von ihnen am Tag zuvor beim Eingang vom Nationalpark anstanden und nach 3 oder mehr Stunden nur ein Ticket fuer den naechsten Tag kaufen konnten (Ostern halt und weil taeglich nur eine bestimmte Anzahl von Personen in den Park kommt). So beschlossen wir sehr frueh (5 Uhr) aufzustehen und hinzufahren. Dies taten wir und als wir ankamen war schon eine mega Schlange und sie liesen auch nur Gruppen und Leute herein, die ein Ticket am Vortag gekauft hatten. Also hies die Devise: Warten und warten.

In der Schlange haben wir ein Paerchen aus Kanada kennen gelernt. Der Mann hatte auf den Unterarm: „Be Patrio“ (oder Patria) stehen, was mich natuerlich erstmal sehr irritierte. Als ich ihn irgendwann darauf ansprach erzaehlte er, dass er 5 Jahre Soldat war und es sich dort stechen lassen hat. Alle Befuerchtungen hatten sich bestaetigt…..Jedoch erzaehlte er dann, dass er in der Zeit viele Freunde hat sterben sehen und deshalb sich immer weiter vom Soldatensein distanzierte, schlieslich ausstieg und seine Einstellung danach nach links wandelte, was ich auch im weiteren Gespraechsverlauf merkte. Das Tatto laesst sich aber nicht rueckgaenig machen. Alles war in seiner Meinung damals jugendlicher Leichtsinn, seine Freunde die alle dorthin sind und das Geld, welches man dort verdiente. Kann man alles so bisschen gelten lassen, wenn man sieht wie er jetzt drauf ist.

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Genug ueber den Typen gequatscht!

Das Transportmittel im Park
Das Transportmittel im Park

Es war dauerhaft ein hin und her ob wir jetzt noch rein kommen oder nur ein Ticket fuer den naechsten Tag kaufen koennen oder sonst was. Irgendwann kamen wir dann rein und es ging los!

Nun ging die Wanderung durch den Tropenwald los. Ich hatte mir immer vorgestellt, dass es nur feuchten Tropenwald gibt und es nur regnet. Ich hatte mich geiirt!DSC05903 Der Weg war echt toll und es gab mega viele und riiiiieesige Pflanzen zu bewundern. Tropenwald halt. Da ich ja eigentlich zu den Leuten gehoere, die es hassen, wenn von allem Fotos gemacht werden, war das echt schwierig, keine Fotos zu machen, da sie echt beeintruckend waren. Es war natuerlich sehr heis und man schwitzte die gaaaanze Zeit.DSC05943 Der Weg fuert an sehr schoenen karibischen Straenden vorbei, welche man aber alle aufgrund der gefaehrlichen Stroemung nicht benutzen sollte. Auser einen, bei dem sich ganz viele Felsen zwischen den beiden Enden des Strandes befinden (man sieht das auf dem Bild daran, wo die Wellen brechen, also wo es weiß ist) Echt keine Ahnung wie so etwas enstehen kan, sieht aber beeindruckend aus. Tiere gab es leider aufgrund der hohen Anzahl von Besuchern eher wenig zu sehen.

Da sieht man ganz leicht (da wo es weis ist) wo die Wellen gegen die Felsen im Wasser schlagen
Da sieht man ganz leicht (da wo es weis ist) wo die Wellen gegen die Felsen im Wasser schlagen. Die Qualitaet ist beim Upload leider verloren gegangen.

Der Park muss echt mega leer sein, wenn man unter der Woche und auserhalb der Ferien hingeht.

Irgendwann kamen wir an unserem Campingplatz an, wo wir in Haengematten uebernachteten. Ich lag leider immer mit meinen Fuesen zu weit oben, sodass sie oft eingeschlafen sind. Jetzt weis ich aber, was ich beim naechsten Mal anders machen muss.

Der Strand unseres Campingplatzes
Der Strand unseres Campingplatzes

Die sanitaeren Anlagen des Platzes waren eher ein Witz, sodass sich abends vor den 4 oder 5 Duschen brutal die lange Schlange bildete. Deshalb stand vor dem Vorhang der Dusche eine Person, die von 45 Sekunden herunterzaehlt. 45 Sekunden hoeren sich nach nicht viel an, geht aber klar. Trotzdem interessante Erfahrung!

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Am Morgen haben wir am Strand unser selbstmitgebrachtes Essen gegessen, tolles Feeling! Danach ging es dann hoch zur ehemaligen Inka-Stadt der Tayronna. 400 Hoehenmeter oder so plus die Temperatur wurde das ganz schoen anstrengend.

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Das war der Weg hoch zur Inka-Stadt

Da Anouk ist Raucher, deshalb wurde ihr Kopf meeega rot (was witzig aussah) und wir mussten oefters Pausen einlegen, was aber kein Problem war, da man ja kein Zeitdruck hatte. Der Pfad war echt sehr schoen! Viele Leute sind den Weg mit Flip-Flops gelaufen, ich weis echt nicht wie man auf die Idee kommen kann 😀IMG_1702 Oben angekommen konnte man noch die erhaltenen Grundrisse der Huetten und die Strasen bestauen. Hier hatten die Tayronna gelebt bis die Spanier kamen und so gut wie alle umgebracht haben (ein paar Leute lebten da noch, ob die von den Tayronna abstammen weis ich nicht, sah aber so aus). Irgendwann ging es dann wieder zurueck und man sehnte sich schon nach dem Meer.

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Auf dem Campingplatz gab es auch einen Fusballplatz, wo die Suedamerikaner mit vollem Einsatz Fusball spielten, was witzig anzusehen war, weil ab und zu einer humpelnd aus dem Spielfeld lief. Es gab auch einen winzigen Fernseher und da gerade Laenderspielpause war, tummelten sich viel um diesen und es ging hoch her.

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Das habe ich auf dem Campinplatz gefunden. Aller spaetestens ab dem Zeitpunkt bereue ich es keine Freiburgsticker mitgenommen zu haben! Im Hostel waren auch welche von Union
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Ganz feierliches Motto

Am dritten Tag ging es dann wieder zuruek, was brutal schnell ging, da man keine Fotos mehr machte. Es gab an einem Strand eine Baeckerei, die billig Schokobroetchen verkauft, die einen irgendwie brutal satt gemacht haben. In Santa Marta angekommen, verbrachten wir die „Nacht“ wieder im gleichen Hostel. Das REINSTE Partyhostel sag ich dir.

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ueberall waren solche Sprueche + Poooool

Die Leute waren super drauf und 10 Euro pro Nacht ist dafuer nix. An der Bar habe ich dann zum ersten mal den typsichen kolumbianischen Hartalk getrunken: „Antioqueño“. Dies zeigten Mark und mir 2 Kolumbianer, die gleich eine  Flasche davon kauften. Fazit: kann man gut trinken. Schnell ging es auch um Fusball und sie konnten einfach nicht verstehen wieso ich mir ein Spiel von Cartagena (2. Liga) angeschaut habe. Klar gut gespielt haben die nicht und es war zweite Liga, aber sie konnten einfach nicht verstehen, dass ich auch wegen der Fans hingegangen bin, weil sie das nie gemacht haetten und in dem Fall eher ein Spiel der ersten Liga vorgezogen haetten, was auch stimmt, ich war aber trotzdem sehr beeindruckt von den Fans.

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Das war das Dach. Links ist noch ein groser Bereich mit Matratzen zum darauf chillen usw.

Abends ging es dann zu einer Party in einer Bucht, die man nur per Boot erreichen kann. Was genau fuer eine Musik gespielt wurde, konnte am naechsten Tag keiner sagen. Irgendeine Mischen von Dub, Trap, mit Drops und suedamerikanischer Musik zum huefte bewegen fuer alle die das drauf haben. Dazu gab es bei 2 Drops im Verlauf des Abends ein sehr groses Feuerwekt. Sehr geil war das!

Irgendwann als es schon hell war ging es dann Richtung Hostel. Das Hostel lag neben einer Kirche mit grosen Platz, auf dem, zu unserer Verwunderung, mega viele Menschen waren. Irgendwann fiel uns ein, dass ja Ostern war! So schnell kann man das vergessen.

Am Sonntag ging es dann wieder zurueck, da am Montag wieder die Schule began. Was ich echt geniese: die ganzen tropischen Fruechte, die einem fuer Umme hinterhergeworfen werden. Bei einem Strasenverkaeufer habe ich 2 Papayas fuer 2000 Pesos gekauft (bedenke dass 1 Euro 3500 Pesos sind). So besteht mein morgenliches Muesli nicht aus den Fruechten Banane und Apfel wie in Deutschland, sondern beinhaltet Papaye, Ananas, Passionsfrucht uvm. z.B. auch Fruechte wie Granadilla oder so, von denen man in Deutschland noch nie gehoert hat. Eskaliert mega!

Man gewoehnt sich voll daran, dass z.B. aus der Dusche nur kaltes Wasser kommt. Leider isat die Stromversorgung in Colombia auch nicht die Beste, sodass ab und zu der Strom ausfaellt, eigentlich aber immer nur tagsueber. Vorgestern geschah es zum ersten mal abends und das ganze Viertel war dunkel. Jedoch war es echt cool zu sehen wie die Leute damit umgehen als ich so durch die Strasen gelaufen bin. Z.B. in den Restaurants werden Kerzen auf die Tische gestellt und weiter gehts. Die leuten setzen sich alle vor die Haeuser, wenn sie das nicht eh schon die ganze Zeit tun, und trinken miteinander oder quatschen. Sehr cool mitanzusehen.

Sonst ist es echt toll zu wissen wo alles ist, weil man sich nach bald 4 Wochen echt eingelebt hat. Das werde ich in Zukunft wohl nicht mehr haben. Auch mein spanisch hat sich gebessert, da in dieser Woche der Unterricht aufgeteilt wurde in Haelfte Grammatik Haelfte Lesen und bisschen sprechen. Dies wurde mir vor allem heute am letzten Tag bewusst, wo ich voll probiert habe, vieles was ich davor in englisch gesagt habe in spanisch zu sagen, was auch teilweis funktioniert hat. Auch mein Lehrer meinte, dass ich in sonst immer voll ruhig war und sich das in den letzten Tagen voll geaendert hat und ich zum „Cartagener“ wurde 😀 daher ist das bisschen schade, dass der Kurs jetzt aufhoert aber gut so ist das halt.
Montag geht es wahrscheinlich nach Santa Marta und dann ist noch nix geplant und ich lass mich „treiben“. Deshalb kann ich nicht sagen, wann ich mich das naechste mal zu Wort melde. Cheers!

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