Dienstag morgen ging es dann los mit der Tour. Treffpunkt war fuer uns 8:30 Uhr im Hostel und wir 4 waren alle sehr verkatert von der Nacht davor, weil es dann doch noch ziemlich abging. Nachdem es zur Geschaefftsstelle ging, sind wir alle in den Jeep eingestiegen, indem wir die naechsten 3 Stunden auch blieben. Auf der Fahrt habe ich dann zum ersten mal Wasser aus der eingeschweisten Plastiktuete probiert. Fazit: Schmeckt erstaunlicherweise ziemlich nach Plastik, also eher nicht so der Burner. Allgemein wird hier mega viel in Plastik eingeschweist: Milch, Wasser, Joghurt…. Voll komisch! Das ganze supporte ich nicht.


Die Gruppe (so um die 15 Leute) war sowohl vom Alter (die Spanne war schon 20 bis vielleicht Mitte 30) als auch von Beruf und allem mega durchgemixt, aber trotzdem haben wir uns super verstanden und es war echt eine mega witzige Zeit! (auser mit den 3 Paerchen hatten wir nix zu tun da die u.a. meeega langsam waren und irgendwie auch deshalb ihre eigene Gruppe waren). Die Gruppe bestand u.a. aus Dave, Dara (ein Mann), Garten (den ich ab und zu ausversehen Garden, das englische Wort, genannt habe), Chris, Nora, Max und Avi.

Von Chris, der ziemlich langsam gelaufen ist um moeglichst viele Voegel usw. zu sehen, bis Nora, die Sportstudentin ist und quasi gefuehlt nur gerannt ist, ueber Avi der wohl ziemlich viel Zeit im Fitnesscenter verbracht hat und trotzdem Schwierigkeiten hatte Nora zu folgen war einiges dabei (ich will euch die restlichen Sachen ersparen, weil der Text eh mega lang wird).

Der erste Tag war wie alle Tage gut anstrengend, weil es ordentlich hoch und runter ging. Was sehr interessant war: die Farbe des Boden aenderte sich oft. Es gab die Farben rot, orange, weis, schwarz, braun und diese gemischt. Ende des ersten Tages war ein kleines Camp am Fluss. Dort konnte man von 3m Hoehe in ein natuerliches Becken vom Fluss hineinspringen und mit der gebauten Leiter wieder hinausklettern, was sehr Spas gemacht hat. Auch deshalb, weil das Wasser schoen kalt war, was das Schwitzen und die ganzen Anstrengungen zuvor vergessen lies.

Abends sasen wir noch zusammen und haben gequatscht. Dara hatte Backgammon am Start und ich Spielkarten, obwohl es da schwer war ein gemeinsames einfaches Spiel zu finden, da wir aus verschiedenen Laendern kamen. Hat dann doch irgendwie geklappt. Gegen Ende hatte Dara dann noch viele Storys ueber irgendwelche Parasiten und Wuermer die wortwoertlich unter die Haut gingen oder sonst was machen am Start, was zum einen witzig war, weil jede Story mit den Worten:¨And then You`re fucked¨endete, zum anderen waren sie aber auch teilweise eklig.

Es gibt sogar wirklich einen Parasiten, der von Katzen auf Menschen uebertragen wird, der einen risikobereiter macht, was sich u.a. an Unfaellen mit dem Auto wiederspiegelen kann. Da wir am Fluss waren, gab es natuerlich auch saemtliche Tiere die einen auf die Nerven gingen, wie z.B. ein Frosch der alle 2 Sekunden den gleichen Ton gemacht hat. 😀 teilweise hat er_sie sogar aufgehoert, was dann alle mega gefeiert haben bis er_sie dann wieder angefangen hat.
Die verschieden Farben vom Boden:



Wie an allen 3 Morgen, hies es um 5 Uhr aufstehen. Nun gelangten wir wirklich in den Regenwald. Dieses mal war es nicht trocken wie im Tayronna Park, sondern nass und es gab wieder riiieeeesige Baeume und tolle Pflanzen. Ich habe da auch gar nicht so viele Bilder gemacht, da meine Kamera teilweise zu kacke fuer die schoenen Pflanzen waren. Pause gab es wieder bei einem Fluss, der rechts und links vom Regenwald eingesaeumt war.
Man konnte auch am Fluss entlangklettern/schwimmen/laufen, wie man es auch in Corsica machen kann. Echt naise. Nach paar Stunden ging es dann weiter. Fuer mindestens eine halbe Stunde hatten mich 3 Jungs eingeholt, die mega chillige Mukke am Start hatten (chillige House musik, aber auch teilweise chillige musik mit Gitarre, Bass usw). Das hat einen echt motviert. Das zweite Camp war dann ohne Strom. Also wurden abends Kerzen aufgestellt. Ich habe dann auch eine Runde ¨Luegen¨ gespielt, wo auch einer vom indigenen Stamm mitgespielt hat. Mega naise von ihm. Die leben dann alle doch nicht so seperat wie gedacht. Auf dem Weg ging es an eigen Doerfern vorbei, wo die Menschen in Huetten aus Holz wohnen. Was auch mal wieder ein krasser Zufall war: mir kam eine Gruppe entgegen, die ich 2 Wochen zuvor im Tayronna Park kennen gelernt habe, Sachen gibts.. Tiere gab es auch zu sehen. Ich habe einmal (ich weis den Namen nicht) einen Salamander aehnliches Tier gesehen, das ueber Wasser rennen kann.

Wie jeden morgen war es auch am 3. morgen sehr kalt und ich hatte den Demo Style von paar Leuten aus Berlin am Start (kurze Hose und lange skiunterhose drunter, das gleiche mit dem Tshirt). Am 3. Tag ging es dann zur Lost City hoch: 1200 Stufen waren zu ueberwaeltigen. Hoert sich krass viel an, weshalb ich anfangs echt langsam gemacht habe, was aber ein Fehler war, weil es doch ging. Oben angekommen, konnte man die alten Ruinen aber auch die krasse Aussicht bestauen. Ganz schoen krass was die damals geleistet haben! Dort gab es dann auch Voegel, die komplett komische Geraeusche gemacht haben. Die Namen sind: Pistolero, der kurze Gerausche macht die sich anhoeren wie ein Maschienengewehr und crested oropendola der auch ganz komische gerausche macht. Wenn euch langweilig ist, vielleicht kann man das ja in Youtube eingeben. Papageie oder Kolibris waren natuerlich auch viele zu sehen.

Ich habe mich erst voll gewundert wieso in dem Gebiet von der Lost City so viel Miltaer anwesend war. Spaeter wurde mir dann erzaehlt das gerade mal vor 5 Jahren eine ganze Reisegruppe von einer Rebellengruppe entfuehrt wurde.
Denen ist zwar weiter nix passiert, trotzdem wurde ordentlich Loesegeld erpresst usw. Gar nicht so lange her…. Ein gutes Stueck entfernt von uns haben 3 von ihnen auch gaaanz cool mit ihren Waffen gepost, weil sie anmscheinend neu waren und haben Bilder von sich gemacht, worueber alle von der Tour gelacht haben.
Am 3. und 4. Tag ging es auf den Weg zurueck, was mit Muskelkater echt anstrengend wurde. Ich habe sogar eine Schlange und einen Affen gesehen (die Affen aber nur weil die wohl zum einen Camp gehoerten). Den Weg zurueck bin ich nicht so schnell gelaufen um mehr von der Natur mitzubekommen, weil der Blick auf dem Hinweg aufgrund des schnellen Laufens eher auf den Boden gerichtet war. Zurueck in Santa Marta sind wir alle zusammen feiern gegangen, was sehr witzig war. Zu 6. von der Trekking Gruppe ging es dann paar Tage spaeter nach Minca, dazu mehr im naechsten Post. Viele Gruppenbilder habe ich leider nicht, da dafuer lieber die besseren Kameras benutzt wurden, vielleicht reiche ich die dann noch nach oder sonst was.


Leider wurde mir auch erzaehlt, dass es um das Tal herum nicht ganz so schoen aussieht und viel abgeholzt ist, wie man es aus den Nachrichten immer hoert. Teilweise hat man auch abgebrannte Flaechen gesehen, was die indigenen Voelker ja auch brauchen, aber bei den anderen Leuten spielt da natuerlich eher das Geld die Rolle.


Wenn ich ehrlich bin, kann ich seit dieser Tour verstehen, wieso die meisten Eltern gerne wandern gehen und einen im Urlaub immer gezwungen haben, wenigstens eine Wanderung mitzumachen. Deshalb habe ich beschlossen mehr Zeit in der Natur zu verbringen, statt nur zu saufen, wovon ich anfangs ausging, dass so meine Reise aussehen wird. 😀 ich hoffe ihr fallt jetzt wegen den letzten Saetzen nicht alle vom Glauben ab 😀
@Lennart zum Thema Hunde raus aus Deutschland wuerde der Typ hier komplett eskalieren. Es liegen so viele Hunde schlafend auf der Strase und es gibt so viele Strasenhunde usw. Schon aetzend 😀

Tiere gendert man nicht! 😀