Cartagena

klingt ja alles ganz chillig was du da schreibst. Und Daenemark hoert sich nicht schlecht an, ich habe in Medellin 2 Daenen kennen gelernt, die ziemlich enspannt drauf waren! Nur dann muesste ich immer alleine zu den SC Auswaertsfahrten fahren, das waere ganz schoen mager 😀 aber das ist dann halt so….

Zurueck in Santa Marta ging es dieses mal ins Hostel neben dem Party-Hostel, da dieses doch billiger ist, was mir dann aber leider zum Verhaengnis wurde. Abends tranken wir zu zweit oben auf der Dachterasse und sind dann herueber zur Party. Ich bin dort nicht lange geblieben, weil ich noch ziemlich fertig vom Sonnenstich und der Wueste war. Als ich dann so im Bett liege und noch bisschen am Handy sitze, merke ich, dass mich irgendwas in den Hals sticht. Irgendein Fiech halt. Beim zweiten mal checke ich mein Kissen usw und sehe dort viele kleine Insekten herumlaufen (wahrscheinlich Bettwanzen). Ich beginne in meinem Suff alle die ich sehe zur zerquetschen und nachdem ich dann um die 20 erlegt hatte, kam ich zu dem nicht ganz schlauen Schluss, dass jetzt ja alle weg seien und ich mich in ruhe schlafen legen kann. Falsch gedacht! Am naechsten morgen wache ich auf und der ganze Ruecken und Hals ist voll mit Stichen. So viele, dass mein Koerper eine alergische Reaktion bildete und jeder Stich einen richtig groser Kreis wurde. Fuer die Leute, die mit mir in Rom waren, kennen das ja schon, aber das war nochmal eine Stufe haerter. Plus die Hitze, die da oben in der Karibik herrscht war das ein richtig harter Kampf nicht zu kratzen. Naja ich habe es ueberlebt!

Am naechsten Tag kamen dann die anderen beiden von ihrem Kitesurfkurs aus La Guajira zurueck und es ging wieder nach Cartagena. Dort bin ich dann zu einer Street-Art-Tour gegangen, wo sehr viele politische Bilder gezeigt wurden, was echt geil war. Hier ein paar davon:

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No se Vende – Nicht zu verkaufen

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Anscheinend das groeste Street-Art-Bild Suedamerikas. Wurde damals leider von Coca-Cola in Auftrag gegeben. Jedoch sind die 3 Kuenstler in der Nacht wo es fertiggestellt wurde, hin und haben die Coca-Cola oder Sprite Werbung (links neben dem Gesicht) uebermalt und die Auftraggeber konnte denen nichts nachweisen. Sehr naise Aktion!!

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Laut Street-Art-Guide sind die ganzen Haeuser dort aus Drogengeldern entstanden. Anscheinend ist Cartagena da ein sehr groser Umschlagspunkt in der Welt. Uebrigens wird anscheinend in Peru mehr Kokain hergestellt als in Kolumbien.

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Was der Street-Art Typ auch erzaehlt hat, was ich irgendwie voll verdraengt hatte, ist, dass jeder Bezirk, wo wir Touristen uns aufhalten und in schoene Bars und Restaurants gehen, den Prozess der Gentrifizierung durchgemacht hat. Das bedeutet fuer uns Touristen leider nicht nur negatives, da dadurch der Bezirk sicherer wird (durch mehr Polizei) und wir ohne groeseren Probleme herumlaufen koennen, zum anderen werden auch wie im Rest der Welt die aermeren Leute vertrieben und die Mieten steigen. Dagegen gab es auch in der Street Art Szene viel Protest.

 

Am naechsten Tag ging es dann fuer mich auf den ersten Inlandsflug nach Medellin. Damals war mir noch nicht klar, dass die Nachtbusse echt sicher sind und man damit ordentlich Geld sparen kann, da man kein Hostel zahlen muss. Auch wenn vom Geld her vivacolombia (die Fluggesellschaft) sogar billiger als die Busse sind ueber die Strecke. Leider habe ich dort mal wieder einen schoenen Hendrik-Move gebracht und erstmal den falschen Flug gebucht. Ziemlich naises Gefuehl, wenn am am Flughafen steht und irgendwie das Flugzeug nicht fliegt… (waren zum Glueck nur 30 Euro) Also ging es dann zurueck zum Hostel und erstmal ins naechste Internet Cafe um einen neuen Flug zu buchen. In Cartagena war am Tag zuvor der erste Regen seit 6 Monaten! Da mega viele (ich glaube sogar fast alle) Stromleitungen ueber der Erde verlaufen, wird mindestens so lange es regnet im ganzen Bezirk der Strom ausgeschaltet (wegen Angst vor Kurzschluessen usw. jemand hat mir erzaehlt dass er gesehen hat wie es in einem Generator bisschen gteknallt hat). Als ich dann also schoen im Internet Cafe sitze und meinen Flug buchen will, faellt natuerlich der Strom aus und nachdem er wieder da ist, ist der Flug 30.000 Pesos (10 Euro) teurer. Das hat natuerlcht zu meiner eh schon guten Stimmung beigetragen. Als ich es aber dann geschafft habe den Flug zu buchen, sind mir auf den Weg zum Supermarkt, ein Teil der Gruppe aus Muenchen, die ich in der Wueste getroffen habe, ueber den Weg gelaufen. Was fuer ein Zufall bitte?! Nur weil ich den falschen Flug gebucht habe, habe ich die wieder getroffen. Also bin ich mit denen mit in ihr Hostel und wir haben den restlichen Tag ueber Wizard gespielt und der Tag wurde doch noch gut!

Wer von euch erinnert sich, welche tolle Person in Medellin lange ihr Unwesen getrieben hat? Richtig der gute Onkel Pablo Escobar. Darueber wird es dann mein naechster Post gehen.

Zum Thema vegetarisch essen in Suedamerika: Also anfangs hatte ich das ganz aufgegeben, da meine Mutter zu mir meinte, dass beim Reisen die Regeln „Schael es, koch es oder lass es“ gelten, damit man keine Probleme mit dem Magen usw bekommt. Heist dann so viel wie Salat usw kann man vergessen, solange es nicht angebraten wurde oder so. Die Einstellung habe ich dann aber ziemlich schnell verworfen, da Salat schon was geiles ist, und ich der Meinung bin, dass, wenn man das Streetfood nicht probiert, man etwas von der Kultur verpasst. Klar streikt der Bauch dann ab und zu aber das geht schon klar so und ich glaube der Bauch gewoehnt sich auch irgendwie daran!

Was ich in Cartagena entdeckt habe. Habe ich erstmal mega gefeiert, hatte meine Waesche aber leider schon woanders abgegeben….

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