Weg nach Santa Marta

Sooo Montag 4. April ging es dann los mit meiner Reise. Erstes Reiseziel war wieder Santa Marta, wo ich an Ostern schon war (wegen Nationalpark Tayronna), weil die Stadt ein Ausgangspunkt fuer viele Wanderungen und sonstige Aktivitaeten sind.
Der Weg dorthin im Bus war sehr witzig. Der 15er Bus bestand aus mindestens 50% Israelis (von denen zurzeit mega viele in Suedamerika sind, da viele nach ihrem PFLICHT-Wehrdienst reisen gehen, anscheinend sollen zurzeit 30.000 unterwegs sein). Die haben sich erstmal vor dem Bus ne fette Tuete gebaut und dabei teilweise ziemlich krass gehustet, was sich echt nicht mehr gesund angehoert hat. Da kamen dann wieder die ganzen Erinnerungen an die SC Auswaertsfahrten hoch, da die in der Naehe der Tuer geraucht haben und der ganze Bus danach roch. Da der Bus voll war, sasen auch 2 Jungs neben dem Busfahrer von denen einer sein Handy angeschlossen hat und Techno, leider auch mal kurz Goa, und israelischen Rap/und andere israelische Musik gespielt haben. Das war schon mal echt geil und hat die Fahrt echt verschoenert und das Gefuehl der Auswaertsfahrt kam bisschen auf. Auch die Mischung von stoned sprechen/stoner Sprechweise/Stimmlage (so wie Paul) plus hebräisch war witzig zuzuhoeren. Einer kam dann auf die Idee im Bus einen zu bauen und anfangen zu rauchen, worauf der Busfahrer nachdem man es eigentlich schon paar Minuten gerochen hat, an den Rand der Strase fuhr und mit der Polizei gedroht hat. Einfach mega witzig auf die Idee zu kommen den im Bus zu rauchen, habe ich mega gefeiert 😀 Auch in den Pausen haben sie natuerlich geraucht und mega hart gehustet. einfach Kranke Leute 😀
Wie schon von der Stadt gewohnt, war auch auf der Autobahn nicht wirklich ersichtlich ob die rechte oder linke Fahrbahn zum ueberholen gedacht ist. Kolumbien halt! Die Busfahrer sind echt krank drauf und ueberholen immer. Zeit ist nunmal Geld. Das wird hier ernst genommen.
Waehrend der Fahrt sas ich neben Bibi (so war glaube ich ihr Name), mit der ich mega viel gequatscht habe, was die Zeit auch nochmal sehr verkuerzt hat. Die hat die letzten Jahre studiert und ihren Bachlor gemacht und meinte, dass sie weis, dass sie das Zeug nie wieder brauchen wird und jetzt seid 9 Monaten oder so am reisen ist. Ziemlich witzig wie gleichgueltig sie das gesagt hatte. Sie gehoehrt auch eher nicht zur Sauffraktion sondern zur der anderen Partyfraktion (Lennart: so wie Steffi). Deshalb war das ganz interessant mit ihr ueber das alles zu quatschen. Deshalb hatte ich mich bisschen geaergert, dass ich mein Hostel schon gebucht hatte und nicht mit ihr und ihrer Freundin mitkonnte. Daher versuche ich jetzt noch spontaner zu sein und erst auf der Fahrt oder wenn man ankommt zu entscheiden, wohin es geht. Auf der anderen Seite haette ich dann wahrscheinlich nicht das alles erlebt, was ich die letzten 2 Wochen gemacht habe, von daher bin ich damit auch mega zufrieden. Ganz interessant, was der Zufall alles so entscheidet.

Angekommen im Partyhostel, war echt wenig los. Als ich dann mit Avi gequatscht habe und der meinte, er macht ab morgen die Lost-City-Tour, weil nichts los war im Hostel, entschied ich mich mit ihm zu gehen. So etwas geht nur, wenn man spontan ist und keine Plaene hat (danke fuer den Tipp so zu reisen Jasper!). Im nachhinein war es eine super Entscheidung, auch wenn mich die 4 Tage mit Versorgung und allem 200 Euro gekostet haben. Im meinem Schlafzimmer habe ich dann noch viel mit einem aus Peru gequatscht, der witzigerweise in Peru auf eine deutsche Schule gegangen ist und so etwas in die Richtung von Maschinenbau und Motorzeugs in Hamburg studiert hat. Sein Vater besitzt in Peru eine Farm mit Baeumen, vielleicht gehe ich den man fuer paar Tage besuchen. Auserdem tueftelt er mit seinem Vater nebenbei jeden Tag an einem Motor, der mit rein pflanzlichen Material betrieben wird und will dann erst seine Maschinen umbauen und spaeter paar Motorraeder umbbauen, sodass die Leute in seinem Dorf nicht mehr mit Motorraedern mit Benzin fahren sondern beim ihm die Motorraeder ausleihen und somit keine Schadstoffe mehr produzieren (irgendwie hat der da was im Studium gelernt, fuer was sich wenige interessieren womit das aber irgendwie geht). Mega naise wenn das klappt!
Am naechsten morgen waren wir dann sogar zu 4. von dem Hostel die sich fuer die Trekking-Tour entschieden haben, worueber mein naechster Post handeln wird.

Volcán del Totumo

Am letzten Tag in Cartagena ging es dann mit Anouk zu einer der Attraktionen auserhalb von Cartagena: Volcán del Totumo. Es gibt viele Hostels die Touren dorthin anbieten, aber wir dachten es sei billiger es auf eigene Faust zu probieren, was dann doch ein ganz schoener struggle war:
Los ging es mit dem Bus, welcher aber nicht wie im Lonely Planet beschrieben, bis zum Busterminal fuhr. Also hies es Taxi oder Motortaxi nehmen. Wir entschieden uns fuer das Motortaxi, da das immer billiger ist. Das laeuft so, dass man einfach auf dem Motorrad mitfaehrt und meistens einen Helm bekommt. Ist eigentlich ganz witzig mit dem zu fahren und man ist auch viel schneller, weil die jede Luecke nutzen.

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Der „Vulkan“

Im Busterminal nahmen wir dann einen Bus, der wie sich spaeter herausstellte, nicht ganz in die richtige Richtung gefahren ist. Also wurden wir dann irgendwann herausgelassen und mussten dann noch mindestens eine halbe Stunde wieder mit einem Motortaxi fahren. Dass der Tarro der Motorraeder nicht geht, ist, wie sich in den weiteren 2 Wochen herrausstellte, nichts ungewoehnliches. So waren die Kosten fuer die Fahrt um einiges teuer als gedacht….
Dort angekommen musste man Eintritt bezahlen und durfte dann den ungefaehr 10m hohen Vulkan besteigen. Dieser war gefuellt mit Matsch. Es war echt voll das witzige Gefuehl im Schlamm/Matsch zu liegen. Man kann das bisschen mit dem toten Meer vergleichen (dass man oben auf der Oberflaeche schwimmt und gar nicht untertaucht), jedoch ist der Schlamm noch dickfluessiger und dadurch der Auftrieb noch krasser.
IMG_1725 So lag man dann im warmen Schlamm und relaxte (anscheindend besitzt der Schlamm auch gute Mineralien fuer die Haut). Man konnte auch von der Leiter hineinspringen, was ein ganz komisches Gefuehl war, weil man sofort wieder an die Oberflaeche „befoerdert“ wurde und gar nicht lange untertaucht ist, wie man es vom Wasser gewohnt ist. Durch das hineinspringen war dann auch ueberall Schlamm und man sah aus wie der Teufel!IMG_1727
Im Lonely Planet stand, dass man entweder im danebenliegenden See sich abwaschen kann oder fuer eine Dusche bezahlen kann. Entweder hat man daran auch mal wieder gesehen, dass ich nicht das neuste Modell vom Lonely Planet habe oder es einfach die falsche Jahreszeit war, denn der See war kein See mehr sondern nur noch Wueste 😀 Jedoch war auch nix los und wir waren hoechstens zu viert im „Vulkan“, andere hatten erzaehlt, dass es bei ihnen mega voll war und die fast zu 15. oder mehr da drinnen waren (von daher nehme ich das gerne in Kauf).IMG_1743Hat also alles seine Vor- und Nachteile. So standen beim ehemaligen Strand vom See 2 Wassertanks und man musste sich auf einen leeren Bierkasten setzen und wurde dann von einer Person mit einer Schuessel und Wasser abgeduscht.
Im „Volkan“ haben wir 2 Kolumbianer kennen gelernt, die uns netterweise mit zurueck nahmen und wir verbrachten sogar den restlichen Tag mit denen an einem schoenen Strand in der Naehe von Cartagena.IMG_1744 Durch die haben wir paar interessante Sachen ueber Kolumbien gelernt: z.B. dass es keine Rente gibt, bzw nur, wenn man irgendwie 50 Jahre oder so gearbeitet hat. Deshalb ist der Druck, einen guten Job zu bekommen viel hoeher, weil man die Eltern spaeter mitversorgen muss und man nimmt sich kein Jahr Auszeit nach der Schule, so wie es in Deutschland viel gemacht wird. Ganz schoen mager…

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Am naechsten Tag (Montag) ging dann meine Reise los und ich bin erstmal nach Santa Marta gefahren. Dort war ich dann auf einer Trekking-Tour zur „Ciudad Perida“ (Lost City) und bin danach nach Minca und danach in eine Wueste zum noerdlichsten Punkt Suedamerikas gefahren („La Guajira“), was die naechstens Posts dann sein werden!

Deine Liste mit den Empfehlungen kann ich zum groesten Teil bestaetigen, auser der Punkt mit dem Buch. Vielleicht hattest du einen zu straffen Zeitplan wegen deinem Dingsbumszeltlager und da nicht so die Zeit dafuer (vielleicht ja dann bei deiner Italientour), aber am Strand oder in den Bergen in der Haengematte zu chillen und ein Buch zu lesen ist schon meeega entspannt. Also kann ich es schon empfehlen ein Buch mitzunehmen! 😛

 

2 Tage Italien

Moin Hendrik,
Guck mal ich habe gerade ein richtig nices Set entdeckt:
http://www.jedentageinset.de/2015/07/19/1034-tiefland-herzensangelegenheit-open-air-halle-19-06-2015/.
So nun zum vorerst letzten Teil. Wie schon erwähnt bin ich von Mostar relativ zügig nach Split zurück, um dort die Fähre nach Ancona zu nehmen. In Split hatte ich noch drei Stunden Aufenthalt und bin deshalb zu Andis Wg. Sein Mitbewohner hat da gerade mit seiner Freundin Hühnchen-Curry gemacht. Als sie den Reis kochten nahmen sie mindestens eineinhalb Liter Wasser zuviel, sodass sie den Reis nach dem Kochen mit einem Sieb abtropfen lassen wollten. Hat richtig scheiße geschmeckt und war nur noch Brei, das hat mich ein bisschen an Hamburg erinnert, wo der Typ uns dafür bewundert hat, dass wir Spaghetti Pesto kochen können.

Auf der Fähre meinte ich, es sei eine tolle Idee draußen auf Deck zu schlafen. Hatte ja auch 16 Grad am Tag gehabt. Kann man schon mal machen. Nachts kam dann aber der Übersturm, also bin ich ins Treppenhaus der Fähre umgezogen. Der Sturm war morgens bei Ankunft immer noch da und dazu ein Regen, der in Deutschland nur als Schauer möglich ist, in Ancona aber den ganzen Vormittag anhielt.
Ich habe mich dann erst in das Hafengebäude zum Weiterpennen gelegt, weil es 7 Uhr morgens war und meine Mitfahrgelegenheit erst um 3 fuhr. Da hat mir dann aber ein Säufer gemeint, das ich nicht liegen dürfte, weil mich sonst die Security rausschmeißt. Also bin ich weitergezogen und habe ein Internetcafe gefunden in dem ich eine weitere Stunde gehartzt habe. Zum Mittagessen bin ich in das erstbeste was ich sah reingegangen. Das war eine Mischung aus Kiosk Bäckerei und Restaurant. Der (Mini-)Teller Pasta für 6 Euro naja. Die Bedienung hat mir dann aber noch Nutellabrötchen geschenkt. Und am Ende als ich zahlen wollte, meinte sie: „No we offer you the meal.“. Naise! Ab dem Zeitpunkt hatte ich dann sehr gute Laune. Keine aufgesetzte Freundlichkeit, um mehr zu verkaufen wie von der Hostelfrau in Mostar, sondern einfach so mal was spendieren.

Am Nachmittag regnete es natürlich immer noch, aber irgendwann war die Zeit rum und mein Blablacar nach Pisa kam. Der Typ der mich fuhr, fuhr in die Richtung, weil er Fan von Ancona war und die an dem Abend bei Pisa spielten. Also die perfekte Mitfahrgelegenheit. Er hat mir ein bisschen was über den italienischen Fußball erzählen können und auch über Samb, die sind nämlich nicht weit weg von Ancona. Beruflich arbeitete der Typ bei der Marine, aber er hatte keine Patria Tatoos, Hendrik. 😉

Als er mich bei Pisa abgesetzt hatte hieß es Übernachtungsmöglichkeit suchen. Ich hatte schon ein paar Tage vorher recherchiert, dass das mit den 10 Euro Hostels so in Italien nicht möglich sein würde und auch mit Couchsurfing hatte es nicht geklappt. Also bin ich an den Rand der Stadt gelaufen und habe neben einem großen Fluss am Schilf meinen Schlafsack ausgerollt. Am Anfang hatte ich schon ein bisschen Schiss das irgendjemand kommt, weil ich da jetzt komplett auf mich allein gestellt war. Aber ich habe dann ganz gut geschlafen und mir morgens im Fluss die Haare gewaschen und erstmal zum Wachwerden noch eine Stunde in der Sonne gechillt.

Pisa ist mit Wien die Stadt die mir am besten gefallen hat auf der Tour. Sehr schöne italienisch-pastellfarbene Häuser, eine große Altstadt und StudentInnen statt Jogginghosenprolls. Wenn mein Italienisch gut genug wäre, würde ich da gern studieren, aber vielleicht kann ich ja ein Erasmus-Semester oder so dort machen, wenn ich denn studiere…
Am Turm waren dann unfassbar viele Touristen, aus aller Welt, Militär zum Sichern (und zum Posen, die standen da mit ihren gepanzerten Hummer-Geländewagen rum) und wirklich viele Regenschirm/Selfiestickverkäufer. Ich habe keinen von denen was verkaufen sehen und das waren, über die Innenstadt verteilt mindestens 50 Leute. Hartes Leben..

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Nachmittags bin ich nach Livorno gefahren, weil dort am nächsten Morgen meine Fähre mit dem Föfe nach Korsika gehen sollte. Die Stadt war, obwohl nur 30 km entfernt, ganz anders als Pisa. Keine Studenten, keine schöne Altstadt. Eine klassische Arbeiter- Hafenstadt.
Weil ich nichts zu tun hatte, bin ich dann wieder ins Internetcafe. Der Typ neben mir hat sich erstmal in Ruhe einen Porno gegönnt. Alter! Total in der Öffentlichkeit, Internetcafes sind echt die schmierigsten Orte.
Am Hafen habe ich dann ein paar italienische Jugendliche gefragt, ob sie eine Idee für einen Pennplatz hätten. Die haben dann lange überlegt und waren echt traurig, als sie mir nicht wirklich weiterhelfen konnten. Also bin ich durch die Stadt gestapft und habe mir Plätze ausgeguckt wo ich schlafen könnte. Zu den Ideen gehörten unter anderem ein Supermarkteingang, Baugerüste an Häusern, oder ein Abrisshaus, welches leider ziemlich abgesichert war.
Geschlafen habe ich dann am Meer hinter einem Gebäude, das war ganz chillig.

So hier endet die Reise fürs Erste, weil ich am nächsten Tag mit dem Föfe, meinem Verein, bei dem ich Zeltlager betreue nach Korsika bin.
So ne Reise ist ziemlich geil, ich kann es nur empfehlen. Was besonders zu empfehlen ist, kommt jetzt:
-Trampen, zumindest in Deutschland sehr einfach
-Hostels, da sind so viele Menschen die das Gleiche machen wie man selbst
-genug Aufkleber seines Fußballvereins mitnehmen!
-ein Buch oder so braucht man nicht, man kommt sowieso nicht zum Lesen
-so ein kleines Büchlein ist ganz gut, dort kann man aufschreiben was man erlebt und was man ausgibt, um dann am Ende feststellen zu können wo sein Geld hin ist
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Sarajevo-Mostar

Im Balkan war vor 20 Jahren Krieg. Das musste ich mir erst richtig bewusst werden lassen. Abends im Hostel las ich mir den Wikipedia Artikel zum Jugoslawien Krieg durch, weil wir damals in der Schule entweder gar nichts darüber gelernt haben, oder nur ganz kurz. Ich konnte mich jedenfalls an kaum etwas erinnern. Die Folgen sind heute noch spürbar. Viele Leute wollen nicht über die Vergangenheit reden. Leute die zehn Jahre älter sind als wir, haben im Krieg gelebt. Für mich ist das unvorstellbar. Krieg ist immer das was man sich nicht vorstellen kann, was man nur aus Geschichten von den Großeltern kennt, oder eben aus anderen Teilen der Welt, aber nicht aus Europa so direkt neben uns. In den ex-jugoslawischen Ländern herrscht, wahrscheinlich auch wegen dem Krieg, oft ein krasser Nationalismus. Bosnien ist bis heute teilweise vermint. Da gibt es dann so freundliche Sachen wie Minen aus Plastik, sodass man sie mit einem Metalldetektor nicht aufspüren kann, oder auch Minen die wie Kinderspielzeug aussehen. Nice!

Sarajevo ist zur Hälfte muslimisch und zur Hälfte christlich. Ich war davor noch nie in einer Stadt in der es mehr als drei Moscheen gab. Hier gibt es alle paar hundert Meter eine und vor allem tönt 5x am Tag das von den Minaretten https://www.youtube.com/watch?v=gDN3ZTYSVF0.
Interessante Erfahrung!
Da wo bei uns der Bertoldsbrunnen und die Kajo ist, gibt es in Sarajevo viele kleine Häuschen die entweder Souvenirs verkaufen, oder Shishacafes sind, oder Cevapcicis verkaufen. Die ganze Innenstadt riecht nach Shisha und Fleisch. Also ihr RaucherInnen und Fleischliebhaber: Auf nach Bosnien!
Außerdem wusste ungefähr jeder in der Stadt Bescheid über die Freundschaft von Ultras Dynamo zur Horde Zla Sarajevo. Also wie schon in Kroatien, nimmt Fußball und besonders Fanszenenzeug einen ganz anderen Stellenwert ein als in Deutschland.
Ich hatte keinen Bock mehr auf Stadt und wollte in die Berge. (Bosnien besteht wie auch Kroatien zum großen Teil aus Bergen. Hätte ich nie erwartet).
Im Hostel sagte man mir, dass ich einen Guide bräuchte, oder in den Park gehen sollte. Darauf hatte ich aber gar keine Lust und bin deshalb einfach losgestapft, weil die Berge praktisch schon in der Innenstadt anfangen. Im Nachhinein habe ich dann das mit den Minen erfahren und das gerade um Sarajevo und Mostar die Meisten liegen, aber ich glaube die Hostelleute hatten einfach ein anderes Verständnis von In-die-Natur gehen als ich. Die Hostelfrau in Mostar zum Beipiel war noch nie auf dem Berg neben ihrer Stadt, obwohl der voll die Touristenattraktion ist und sie in der Stadt aufgewachsen ist. Aber da hätte man ja ein Stück laufen müssen..

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Wandererfrühstück. Ich wurde richtig komisch angeguckt, weil ich auf dem Boden saß. Iwann kam ein alter Mann und brachte mir eine Pappe, damit ich nicht so am Hintern friere 😀

Als ich den Berg hochgelaufen bin sind mir zwei Dinge aufgefallen. Erstens das um jede menschliche Ansiedlung mindestens 10 Meter Müll herumliegen. Das ist echt unfassbar und ein großes Glück das das in Deutschland nicht so ist.
Zweitens die Roma Hütten. Das waren Hüttchen zum Teil kleiner als Gartenhäuser in Deutschland, zusammengebaut aus Sperrmüll und Plastikplanen und dort wohnen Leute das ganze Jahr über, in einem Klima das dem Deutschen ähnlich ist. Ziemlich mager… Scheiß Teufelskreislauf aus Ausgrenzung, keine Chance auf Arbeit, Klauen und Betteln und noch mehr Ausgrenzung!
Als ich irgendwann oben im Wald war, gab mir ein Bosnier, der mir unbedingt Essen zustecken wollte für meine Wanderung, den Tipp ich sollte noch weiter hochgehen. Ok also noch weiter hoch… und plötzlich taucht mitten im Wald die verfallene Bobanlage von der Olympiade vor 30 Jahren auf! Ganz surreal, so Erfahrungen kann man halt nur machen, wenn man einfach losläuft, ohne Plan.

Abends bin ich dann mit zwei Mädels aus dem Hostel in eine Bar gegangen, weil die eine den Typ kennengelernt hatte, der dort abends spielte. Da war es dann echt ein bisschen wie in Berlin. Die Bar war ungefähr so groß wie ein Wohnzimmer, drei Leute machten Musik und alle hängen so rum.
Den einheimischen Hartalk hab ich nicht probiert, im Gegensatz zu einer der zwei, die hier Fsj gemacht hatte. Anscheinend 40% plus X und er wird nicht als Shot serviert, sondern in einem großen Glas, eher so 50 ml.
Ich habe dann beschlossen erstmal nichts mehr zu trinken, weil ich mich schon wieder dabei erwischt hatte, wie ich abends eher ein Gewohnheitsbier trinke anstatt manchmal viele Bier.

Am nächsten Tag bin ich nach Mostar gefahren.

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Das ist die Brücke, von der die Leute auch runterspringen

Mostar ist weltberühmt für seine Brücke, die den christlichen und den muslimischen Teil verbindet. Die wurde im Krieg zerstört und danach wieder aufgebaut und steht symbolisch für die friedliche Koexistenz. Leider wurde mir berichtet, dass sich die Gräben in Bosnien eher weiter vertiefen, anstatt sich zu glätten. Die Fsjlerin kannte ein Pärchen, bei dem der Typ Moslem war und sie Christin. Die Beiden werden von ihrer Beziehung nie zu Hause erzählen können, weil sonst klar ist, dass sie sich trennen müssen, bzw. das Ganze keine Zukunft hat.
In Mostar traf ich eine Südkoreanerin deren Namen ich nicht aussprechen konnte und Samuel aus Kolumbien, der in Deutschland studiert. Die zwei Tage mit denen waren echt der Hammer. Nur Bauernenglisch, aber trotzdem so viel gelacht. Wir sind auf eine Bauruine geklettert,( wie in Berlin die Abrisshäuser nor höher Hendrik)

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Wir auf dem Abrisshaus in Mostar

, und am nächsten Tag nach Blagaj ein Ort an dem ein Fluss aus dem Fels kommt der ungefähr dreimal soviel Wasser wie die Dreisam hat.

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Blagaj, eiskaltes Wasser und Sonnenschein!

Das war richtig nice. Gefühlt-Sommer, Sonne, Sonnenbrand!

Von Mostar aus bin ich relativ zügig weiter nach Dubrovnik und zurück nach Split, von wo ich die nach Ancona nahm. Aber das ist das nächste Kapitel.
Grüße an euch alle!

Split-Sarajevo

Hendrik weißt Du wie teuer das Porto nach Kolumbien ist? Dann würde ich dir nämlich nen paar Aufkleber schicken, das darf ja nicht sein dass nur Union dort unten hängt!
Ich schreibe das alles jetzt im Nachhinein, ist bisschen mager, aber auf Korsika gab es kein Internet.
Split ist ganz schön beeindruckend, also zumindest die Innenstadt. Die Stadt ist sehr alt, die Römer hatten die einst gebaut um die dortigen Warmwasserquellen ua. zum Heizen ihrer Häuser zu nutzen. Alter Heizen mit warmen Wasser vor 2000 Jahren! Scheiß Mittelalter in dem das alles vergessen wurde..
Naja jedenfalls gibt es diese Quellen heute noch, allerdings sind sie Unterwasser direkt an der Uferpromenade. Andi hat erzählt, dass im Sommer, wenn alles voller Touristen und Ballermann ist, manchmal eine ordentliche Ladung Schwefel nach oben kommt und dann alles richtig eklig nach faulen Eiern stinkt.
Die Innenstadt ist so voll mit antiken Mauern, dass teilweise Wohnungen in Antikes reingebaut wurden, mit Meerblick. Das wirkte auf mich aber nicht unbedingt als Zerstörung, sondern eher als Fortführung des ehemaligen Zwecks, also allemal besser als alles verrotten zu lassen.
Was in der Innenstadt die antiken Mauern sind im Rest der Stadt die Hajduk Split Graffities. Das ist wirklich krass. An jedem zweiten, dritten Haus hast du entweder das Vereinslogo, oder ein Gemälde mit Vereinsbezug. In einem Interview habe ich gelesen wie die das machen. An Stellen wo nachts niemand hinguckt, wie in Deutschland auch, einfach malen. Aber an viel gesehenen Stellen werden nachts ein paar Hakenkreuze gemalt, dann geht man zur Stadtverwaltung und fragt ob man dort etwas für Hajduk malen kann. Die sagen dann immer zu, weil sie keine Hakenkreuze in der Stadt haben wollen.
Andi hat mir viel von seinen Erfahrungen in Split erzählt. Die Leute kleiden sich zum Beispiel streng nach Geschlecht aufgeteilt. Männer zu 80-90% Jogginghose, viele auch mit Bauchtasche, bei denen man sich dann zuerst denkt: „Oh jetzt muss ich aber aufpassen, der ist bestimmt Fußballszene.“, aber in Wirklichkeit ist es ein ganz normaler Familienvater. Frauen alle übelst elegant gekleidet, teilweise echt hübsch, teilweise aber einfach übertrieben. Einen Turnbeutel, oder Rastalocken findet man dort viel seltener als in Deutschland.
Ansonsten ist noch zu sagen, dass die Leute natürlich ein Stücken ärmer als in Deutschland sind, die Fernbusse zum Beispiel aber teurer und die Stadiontickets auch nicht viel billiger. Das heißt also: es gibt viel weniger Mobilität und leere Stadien, mal abgesehen von den Fankurven.
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Die drei Tage die ich in Split war, habe ich vor allem die Sonne genossen. Endlich T-Shirt! (Zumindest an einem Nachmittag). Außerdem war ich noch beim Derby gegen Zagreb. Pokalhalbfinale. Das war auf jeden Fall sehr interessant. Viel mehr Leute die der aktiven Fanszene zuzurechnen sind, bzw. sich auch für ihren Verein schlagen würden, wenns drauf ankommt. Andi hat erzählt, dass letztes Jahr beim Derby sich auf der Vip-Tribüne die beiden Präsidenten geschlagen hätten. Alter! Als wenn bei uns der Keller den Stuttgartern ne Ordnungsschelle verpassen würde. Vor dem Spiel waren alle vorm Stadion und sind zum großen Teil erst kurz vor Anpfiff rein. 10 Meter neben uns hat einer draußen ein Bengalo gezündet, aber Pyrotechnik finden hier alle geil und die Polizisten sind auch Split Fans, sehen dich also auch erstmal nicht als Störenfried. Es knallt, allerdings schon auch mal und wenn dann, dann richtig, meinte Andi.
Während dem Spiel wurde dann sehr viel gepöbelt. Gesungen wurde in einer sehr tiefen Stimmlage, zum Beispiel neben den normalen Liedern auch sowas wie: „Rijeka (andere Stadt) Ihr seid Italiener, Zagreb ihr seid Österreicher, nur wir sind die wahren Kroaten!“. Also nicht so naise. Der Fanclub der Splitfans aus Mitteleuropa heißt zum Beispiel auch White Boys. Aber gleichzeitig haben die einen schwarzen Spieler, der immer gefeiert wird, wenn er Tore für sie schießt. Ziemlich widersprüchlich also.
Während dem Spiel, das kläglich verlorenging gab es dann noch diese Pyroshow https://www.youtube.com/watch?v=OLGj2c4UaJM
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Weil es von Split keine Verbindung nach Griechenland gibt, bzw. keinen Fahrplan und keinen Direktbus, sondern nur mit dreimal Umsteigen, ohne zu wissen, wann der nächste Bus kommt, beschloss ich lieber noch ein paar Tage nach Bosnien zu fahren, um dann von Kroatien aus die Fähre nach Italien zu nehmen.

Daher hab ich mich am nächsten Tag in den Bus gesetzt und ab nach Sarajevo. Dort kam ich abends an und fühlte mich erstmal ein bisschen unwohl, weil ich in der Tram recht aggressiv angebettelt wurde. Aber der Fahrer und eine Mitfahrerin konnten Deutsch, haben die BettlerInnen kurz angepöbelt und dann gefragt: „Gibts vllt. Problem bei Dir?“. Die haben mir dann auch das Hostel gezeigt indem ich erstmal müde pennen gegangen bin.

PS: Hendrik irgendwo im Menü steht das wir schon 167MB von 250 möglichen für Fotos verbraucht haben…

National Park de Tayronna

Aufgrund Ostern hatten wir nur 3 Tage Schule (dafuer an den Tagen laenger Unterricht). So beschloss ich mit Anouk in den Nationalpark zu gehen. Erste Huerde: den Bus zu bekommen, der von der Schule bestellt wurde (die davor ziemliche viele Hostels abklappern). Ja der Bus kam und kam nicht. So sasen wir fast 3 Stunden vor der Schule und haben gewartet (muss man aber alles mit kolumbianischer Ruhe und Gelassenheit annehmen). Unsere Kontaktperson von der Schule konnten wir leider auch nicht erreichen. Dadurch das Anouk gut spanisch sprechen kann, hat sie das Busunternehmen irgendwann erreicht und wir konnten einen Bus fuer 6 Uhr buchen, welcher auch wirklich kam! YES!

Nach 4 Stunden fahrt kamen wir dann in Santa Marta an und sind in unsere Hostel gefahren. Dort angekommen tarfen wir alte Bekannte von der Schule: Mark, Bas und Neithan. Die erzaehlten uns, dass Freunde von ihnen am Tag zuvor beim Eingang vom Nationalpark anstanden und nach 3 oder mehr Stunden nur ein Ticket fuer den naechsten Tag kaufen konnten (Ostern halt und weil taeglich nur eine bestimmte Anzahl von Personen in den Park kommt). So beschlossen wir sehr frueh (5 Uhr) aufzustehen und hinzufahren. Dies taten wir und als wir ankamen war schon eine mega Schlange und sie liesen auch nur Gruppen und Leute herein, die ein Ticket am Vortag gekauft hatten. Also hies die Devise: Warten und warten.

In der Schlange haben wir ein Paerchen aus Kanada kennen gelernt. Der Mann hatte auf den Unterarm: „Be Patrio“ (oder Patria) stehen, was mich natuerlich erstmal sehr irritierte. Als ich ihn irgendwann darauf ansprach erzaehlte er, dass er 5 Jahre Soldat war und es sich dort stechen lassen hat. Alle Befuerchtungen hatten sich bestaetigt…..Jedoch erzaehlte er dann, dass er in der Zeit viele Freunde hat sterben sehen und deshalb sich immer weiter vom Soldatensein distanzierte, schlieslich ausstieg und seine Einstellung danach nach links wandelte, was ich auch im weiteren Gespraechsverlauf merkte. Das Tatto laesst sich aber nicht rueckgaenig machen. Alles war in seiner Meinung damals jugendlicher Leichtsinn, seine Freunde die alle dorthin sind und das Geld, welches man dort verdiente. Kann man alles so bisschen gelten lassen, wenn man sieht wie er jetzt drauf ist.

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Genug ueber den Typen gequatscht!

Das Transportmittel im Park
Das Transportmittel im Park

Es war dauerhaft ein hin und her ob wir jetzt noch rein kommen oder nur ein Ticket fuer den naechsten Tag kaufen koennen oder sonst was. Irgendwann kamen wir dann rein und es ging los!

Nun ging die Wanderung durch den Tropenwald los. Ich hatte mir immer vorgestellt, dass es nur feuchten Tropenwald gibt und es nur regnet. Ich hatte mich geiirt!DSC05903 Der Weg war echt toll und es gab mega viele und riiiiieesige Pflanzen zu bewundern. Tropenwald halt. Da ich ja eigentlich zu den Leuten gehoere, die es hassen, wenn von allem Fotos gemacht werden, war das echt schwierig, keine Fotos zu machen, da sie echt beeintruckend waren. Es war natuerlich sehr heis und man schwitzte die gaaaanze Zeit.DSC05943 Der Weg fuert an sehr schoenen karibischen Straenden vorbei, welche man aber alle aufgrund der gefaehrlichen Stroemung nicht benutzen sollte. Auser einen, bei dem sich ganz viele Felsen zwischen den beiden Enden des Strandes befinden (man sieht das auf dem Bild daran, wo die Wellen brechen, also wo es weiß ist) Echt keine Ahnung wie so etwas enstehen kan, sieht aber beeindruckend aus. Tiere gab es leider aufgrund der hohen Anzahl von Besuchern eher wenig zu sehen.

Da sieht man ganz leicht (da wo es weis ist) wo die Wellen gegen die Felsen im Wasser schlagen
Da sieht man ganz leicht (da wo es weis ist) wo die Wellen gegen die Felsen im Wasser schlagen. Die Qualitaet ist beim Upload leider verloren gegangen.

Der Park muss echt mega leer sein, wenn man unter der Woche und auserhalb der Ferien hingeht.

Irgendwann kamen wir an unserem Campingplatz an, wo wir in Haengematten uebernachteten. Ich lag leider immer mit meinen Fuesen zu weit oben, sodass sie oft eingeschlafen sind. Jetzt weis ich aber, was ich beim naechsten Mal anders machen muss.

Der Strand unseres Campingplatzes
Der Strand unseres Campingplatzes

Die sanitaeren Anlagen des Platzes waren eher ein Witz, sodass sich abends vor den 4 oder 5 Duschen brutal die lange Schlange bildete. Deshalb stand vor dem Vorhang der Dusche eine Person, die von 45 Sekunden herunterzaehlt. 45 Sekunden hoeren sich nach nicht viel an, geht aber klar. Trotzdem interessante Erfahrung!

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Am Morgen haben wir am Strand unser selbstmitgebrachtes Essen gegessen, tolles Feeling! Danach ging es dann hoch zur ehemaligen Inka-Stadt der Tayronna. 400 Hoehenmeter oder so plus die Temperatur wurde das ganz schoen anstrengend.

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Das war der Weg hoch zur Inka-Stadt

Da Anouk ist Raucher, deshalb wurde ihr Kopf meeega rot (was witzig aussah) und wir mussten oefters Pausen einlegen, was aber kein Problem war, da man ja kein Zeitdruck hatte. Der Pfad war echt sehr schoen! Viele Leute sind den Weg mit Flip-Flops gelaufen, ich weis echt nicht wie man auf die Idee kommen kann 😀IMG_1702 Oben angekommen konnte man noch die erhaltenen Grundrisse der Huetten und die Strasen bestauen. Hier hatten die Tayronna gelebt bis die Spanier kamen und so gut wie alle umgebracht haben (ein paar Leute lebten da noch, ob die von den Tayronna abstammen weis ich nicht, sah aber so aus). Irgendwann ging es dann wieder zurueck und man sehnte sich schon nach dem Meer.

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Auf dem Campingplatz gab es auch einen Fusballplatz, wo die Suedamerikaner mit vollem Einsatz Fusball spielten, was witzig anzusehen war, weil ab und zu einer humpelnd aus dem Spielfeld lief. Es gab auch einen winzigen Fernseher und da gerade Laenderspielpause war, tummelten sich viel um diesen und es ging hoch her.

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Das habe ich auf dem Campinplatz gefunden. Aller spaetestens ab dem Zeitpunkt bereue ich es keine Freiburgsticker mitgenommen zu haben! Im Hostel waren auch welche von Union
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Ganz feierliches Motto

Am dritten Tag ging es dann wieder zuruek, was brutal schnell ging, da man keine Fotos mehr machte. Es gab an einem Strand eine Baeckerei, die billig Schokobroetchen verkauft, die einen irgendwie brutal satt gemacht haben. In Santa Marta angekommen, verbrachten wir die „Nacht“ wieder im gleichen Hostel. Das REINSTE Partyhostel sag ich dir.

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ueberall waren solche Sprueche + Poooool

Die Leute waren super drauf und 10 Euro pro Nacht ist dafuer nix. An der Bar habe ich dann zum ersten mal den typsichen kolumbianischen Hartalk getrunken: „Antioqueño“. Dies zeigten Mark und mir 2 Kolumbianer, die gleich eine  Flasche davon kauften. Fazit: kann man gut trinken. Schnell ging es auch um Fusball und sie konnten einfach nicht verstehen wieso ich mir ein Spiel von Cartagena (2. Liga) angeschaut habe. Klar gut gespielt haben die nicht und es war zweite Liga, aber sie konnten einfach nicht verstehen, dass ich auch wegen der Fans hingegangen bin, weil sie das nie gemacht haetten und in dem Fall eher ein Spiel der ersten Liga vorgezogen haetten, was auch stimmt, ich war aber trotzdem sehr beeindruckt von den Fans.

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Das war das Dach. Links ist noch ein groser Bereich mit Matratzen zum darauf chillen usw.

Abends ging es dann zu einer Party in einer Bucht, die man nur per Boot erreichen kann. Was genau fuer eine Musik gespielt wurde, konnte am naechsten Tag keiner sagen. Irgendeine Mischen von Dub, Trap, mit Drops und suedamerikanischer Musik zum huefte bewegen fuer alle die das drauf haben. Dazu gab es bei 2 Drops im Verlauf des Abends ein sehr groses Feuerwekt. Sehr geil war das!

Irgendwann als es schon hell war ging es dann Richtung Hostel. Das Hostel lag neben einer Kirche mit grosen Platz, auf dem, zu unserer Verwunderung, mega viele Menschen waren. Irgendwann fiel uns ein, dass ja Ostern war! So schnell kann man das vergessen.

Am Sonntag ging es dann wieder zurueck, da am Montag wieder die Schule began. Was ich echt geniese: die ganzen tropischen Fruechte, die einem fuer Umme hinterhergeworfen werden. Bei einem Strasenverkaeufer habe ich 2 Papayas fuer 2000 Pesos gekauft (bedenke dass 1 Euro 3500 Pesos sind). So besteht mein morgenliches Muesli nicht aus den Fruechten Banane und Apfel wie in Deutschland, sondern beinhaltet Papaye, Ananas, Passionsfrucht uvm. z.B. auch Fruechte wie Granadilla oder so, von denen man in Deutschland noch nie gehoert hat. Eskaliert mega!

Man gewoehnt sich voll daran, dass z.B. aus der Dusche nur kaltes Wasser kommt. Leider isat die Stromversorgung in Colombia auch nicht die Beste, sodass ab und zu der Strom ausfaellt, eigentlich aber immer nur tagsueber. Vorgestern geschah es zum ersten mal abends und das ganze Viertel war dunkel. Jedoch war es echt cool zu sehen wie die Leute damit umgehen als ich so durch die Strasen gelaufen bin. Z.B. in den Restaurants werden Kerzen auf die Tische gestellt und weiter gehts. Die leuten setzen sich alle vor die Haeuser, wenn sie das nicht eh schon die ganze Zeit tun, und trinken miteinander oder quatschen. Sehr cool mitanzusehen.

Sonst ist es echt toll zu wissen wo alles ist, weil man sich nach bald 4 Wochen echt eingelebt hat. Das werde ich in Zukunft wohl nicht mehr haben. Auch mein spanisch hat sich gebessert, da in dieser Woche der Unterricht aufgeteilt wurde in Haelfte Grammatik Haelfte Lesen und bisschen sprechen. Dies wurde mir vor allem heute am letzten Tag bewusst, wo ich voll probiert habe, vieles was ich davor in englisch gesagt habe in spanisch zu sagen, was auch teilweis funktioniert hat. Auch mein Lehrer meinte, dass ich in sonst immer voll ruhig war und sich das in den letzten Tagen voll geaendert hat und ich zum „Cartagener“ wurde 😀 daher ist das bisschen schade, dass der Kurs jetzt aufhoert aber gut so ist das halt.
Montag geht es wahrscheinlich nach Santa Marta und dann ist noch nix geplant und ich lass mich „treiben“. Deshalb kann ich nicht sagen, wann ich mich das naechste mal zu Wort melde. Cheers!

Nachschlag 2. Woche Kolumbien

Klingt ja alles sehr naise was du erzaehlst! Ich haette nicht erwartet, dass du alles mit dem trampen machen willst. Respekt! Da ist die Situation hier nicht ganz so enspannt, auch, wenn ich es nicht probiert habe. Ich weis aber auch nicht, ob ich es wirklich probieren soll…
Ja bei mir laeuft das mit dem Englisch genauso. Die Zeiten, die ich benutze sind zwar meistens wohl nicht ganz richtig aber dadurch, dass ich englisch reden muss, weil in dem Haus keiner aus Deutschland kommt, geht das voll klar und man gewoehnt sich daran. Schon mal ein guter Aspeckt der Reise!
Falls es dir hilft bessere Stellen zum Trampen zu finden. Schau doch da nach: hitchwiki.org

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So sehen die schoenen haeuser hier aus

In der zweiten Woche war das gleiche Spiel wie davor. Jeden Tag Schule und das Wetter macht einen gegen Abend einfach muede. am Dienstag und Mittwoch habe ich mittags champions league mit Mark geschaut. Durch die Zeitverschiebung sind die Spiele bei uns mittags um 15 Uhr. ziemlich ungewohnt! Der Mark ist schon bisschen aelter (so um die 30) deshalb besitzt der beim bier trinken in kneipen ein anderes verstaendnis als ich (darauf bezogen dass mir das in den meisten kneipen zu teuer ist usw. was aber hier nicht gilt!). So kaeuft der eine immer fuer den anderen (selbstverstaendlich immer abwechselend) das bier mit, ohne fragen zu muessen. Ist eigentlich eine sehr enspannte angewohnheit! Jedoch fuehrt dass natuerlich zu eher mehr als weniger Kosum, weil die person die fertig ist einfach bier holen geht und man das bier ja auch nicht warm werden lassen will….du kennst das Problem 😀 so hatte man nach den fussballspielen ganz gut was getrunken und lief planlos durch die Stadt und redete ueber fussball und die Welt.
Mittwochs ging es dann wieder zur party bei dem hostel auf dem Dach wie die woche davor schon. obwohl dieses mal mehr durchgemixt wurde und auch mal paar drops zu hoeren waren, was sehr naise war! IMG-20160323-WA0006

Donnerstags haben Mark, Bas und ich dann sogar einen club auf dem dach gefunden, der sogar durchgehen house/deep house gespielt hat (plus kaufe 1 bier bekomme 2). also hatte ich mich geirrt, dass es nur salsa musik zu hoeren gibt. Das musste ich natuerlich auskosten und bin lange bei der party auf dem dach geblieben! Irgendwie mega geil dass hier so viele floors auf den daechern sind. das macht auf jeden fall ein anderes feeling als in berlin.
Freitags haben wir (anouk, caroline, luzy und ich) einen kleinen abschiedsabend gemacht, da caroline weiterreisen wollte. Das restaurant war (surprise) auf dem dach und sehr cool verziert und gar nicht mal so teuer. die woche war vom zusammenleben sehr cool weil wir viel miteinander und fuereinander gekocht haben, deshalb war es bisschen schade dass caroline geht.

Samstag bin ich dann zum playa blanca gefahren: ein karibischer strand so wie du ihn dir IMG_1582vorstellst. tuerkises wasser, weiser strand….. ein traum. Anfangs konnte ich das ganze leider nicht so geniesen weil ich einfach mega uebermuedet von den 3 naechten zuvor war. das aenderte sich dann zum glueck nach einer stunde. was mal wieder schade war: ich konnte den inhaber des hostels nicht verstehen weil dieser nur spanisch sprach….uebernachten wollte ich eigentlich in einer haengematte, jedoch kam dann gegen abend der mann zu mir und fuehrte mich zu einem zimmer mit bett (keine ahnung wieso, ich habe es leider nicht verstanden. vielleicht weil ich zu gros fuer die haengematte war). Ich musste aber nicht draufzahlen also alles entspannt. nachts patroillierten 2 soldaten mit maschiengewaehr auf dem strand hin und her. und auch auf dem weg zum strand, den ich per bus IMG_1643zurueckgelegt habe, ging es an ein paar militaerkontrollen vorbei. Da wurde einem doch klar dass man in kolumbien ist, was man in den bezirk in dem ich in cartagena lebe oft vergisst.
Heim ging es dann am Sonntag per boot (das boot war klein, fuer so 20 leute), was sehr spasig war. bevor es los ging bekreuzigte (was man in der kirche immer macht) sich mein nachbar erstsmal mit dem sinn (bitte gott lass mich das ueberleben). das boot ist mega schnell gefahren sodass es alle paar sekunden aufgrund der wellen einen etwas IMG_1647-01haerteren aufsetzer gab. also nichts fuer leute denen schnell uebel wird. durch die hohe geschwindigkeit war der wind so stark dass meine haare danach ziemlich aufgestellt waren. waehrend der Fahrt sangen im hinteren bereich des bootes paar maedels auf spanisch was eine amuesante situation schuf! Sehr coole fahrt!

Aufkleber von deutschen fusballvereinen habe ich auch schon gefunden: von den ultras aus union berlin dem Wuhlesyndikat. da haette ich meine, allein nur fuer hostels, auch mitnehmen muessen….sonst gibt es natuerlich keine bekannten sprayer. einmal dachte ich ein tag wuerde „187“ heisen, war dann leider aber doch „182“

Ljubljana-Split

Morgens wollte ich weitertrampen, um endlich nach Kroatien zu kommen. Ich war gespannt ob das Ganze auf Bauernenglisch genauso gut funktionieren würde. Tat es leider nicht. An der Tanke wollte mich niemand mitnehmen und an der Autobahnauffahrt stand ich leider auch umsonst. Die Autos in meine Richtung konnten nämlich gar nicht halten, wie ich später bemerkte, weil sie sich auf der Innenspur befanden. Dann hatte ich ziemlich schlechte Laune und bin zum Bahnhof gefahren. Der Nahverkehr ist übrigens die absolute Frechheit. Wie in manchen Stadien für die Pommes in der Halbzeit, musst du dir eine Plastikkarte kaufen, die du dann aufladen musst und nicht zurückgeben kannst. Also zahlst Du für einmal fahren drei Euro. Die Verkäuferin meinte noch „Now you have a souvenir from Ljubljana!“. Na danke.

Am Bahnhof fuhr tatsächlich ein Zug nach Zagreb 90 Minuten später für günstige 9 Euro. Die Fahrt war der Hit. Alte Waggons eine wirklich schöne Landschaft und eine Slowenin und einen Argentiner als Begleitung. Der Argentiner hieß German und wollte mich bis Zagreb begleiten. Die Grenzkontrollen waren megaunfreundlich. PolizistInnen die sehr stolz auf ihre Uniform sind und dir hundert Fragen stellen, die sie eigentlich auch selbst beantworten könnten.
In Zagreb sind wir dann in ein 10 Euro Hostel, wo viele andere BacpackerInnen waren die unter anderem vom Workaway erzählt haben –> Nice Sache!
Ich hätte nie erwartet, dass man so viele Leute mit Fußballbezug trifft. Da waren ein Engländer der am Tag davor beim Futsal von den Bad Blue Boys war, (die kranken Leute die am Jugoslawien Krieg beteiligt waren), und die auch noch an dem Tag 50 Jahre alt wurden. Da war der Argentiner der in Südamerika schon bei den kränksten Spielen war. Und in Wien war da der Stuttgarter (Iiiiiihhhh) der vom Belgrader Derby erzählt hat. Zagreb ist als Stadt ganz nett, aber kein Vergleich zu Wien und Ljubljana, es gibt übrigens auch hier ein 1UP am Busbahnhof 😉
Ich nahm am nächsten Tag den Bus nach Plitvice Jezera. Das ist ein Nationalpark in dem es Seen auf unterschiedlicher Höhe gibt, die dann in großen Wasserfällen ineinander fließen. Es war zwar neblig und regnerisch, aber dafür hatte es auch Hochwasser und sah noch beeindruckender aus. In Deutschland wäre man nie so nah an die Wasserfälle rangekommen wie hier und das alles ohne Geländer. Wenn man in Kroatien ist, unbedingt dorthin!

Da wo es wegen Hochwasser nicht mehr weitergeht
Da wo es wegen Hochwasser nicht mehr weitergeht

Außerdem traf ich einen Südkoreaner der in Deutschland noch die Tschokotschäh besteigen wollte, also die Zugspitze. Der Typ war der Hammer.
Von Plitvice aus nahm ich den Bus nach Split. Die Fahrt war der Horror, hinter mir ein Typ der die ganzen 4 Stunden Kaugummi kaute was mega laut war, außerdem war ich bis dahin nur mitteleuropäische Autobahnen gewohnt und keine kroatische Landstraße. Immerhin die Landschaft war sehr beeindruckend vor allem bergig und menschenleer, hätte ich so in meinem Klischee von einem warmen Land auch nicht erwartet.
Abends in Split sah ich dann endlich kleine grüne Blätter an den Bäumen und sogar Palmen. Endlich ein bisschen Frühling! 🙂

Wie gehts bei dir so?

Von Wien nach Ljubljana

Hey Hendrik, sag mal wie läufts eigentlich bei deinem Englisch, oder redest du nur Spanisch(hust) und Deutsch?
Ich finds ganz erstaunlich wie sich mein Bauern-englisch wandelt. Also es wird nicht besser, aber ich verwende es viel selbstverständlicher, also das Rumstottern wird weniger.
Also ich glaube der letzte Text hat in Wien aufgehört.
Eigentlich wollte ich schon am Tag vorher lostrampen, aber da stand ich am falschen Platz und vor allem zu spät, ich glaub so gegen 16-17 Uhr.
Also hab ich nochmal in Wien gepennt und mich dann anne Tanke an der richtigen Autobahnauffahrt gestellt. Ich wollte nach einer Stunde ungefähr aufgeben und mir ein Fernbusticket kaufen, als der Mechaniker der Tankstelle Dienstschluss hatte und anbot mich bis zur Raststätte hinterm Autobahnkreuz zu bringen. Das war immerhin ne Viertelstunde weg.
Von dort nahm mich dann recht zügig ein LKW Fahrer mit bis 100km vor Graz mit. Der Typ war echt sympathisch, er fährt für Charles und Vögele Kleidung durch Österreich. Ich hätte nie gedacht dass es in so einem großen Laster so ruhig ist! Man ist zwar langsam, aber es ist leiser als in einem älteren Auto.
Dann nahm mich eine Familie aus Nepal mit bis nach Graz. Die Frau wollte erst nicht, sie erklärte ihrem Mann dass sie Angst vor mir habe. Der fragte mich dann ob ich denn Waffen dabei habe. Ich hab mit dem Kopf geschüttelt und dann durfte ich mit. Die hatten ein ziemlich klassisches Rollenbild. Der Mann hat mit mir geredet, während er fuhr und die Frau kümmerte sich hinten um das Kind und sagte ständig zu ihrem Mann er solle aufhören mit mir zu reden und lieber aufpassen, um keinen Unfall zu bauen, was der mir lachend erzählte.
Angekommen in Graz wollte ich schon zum A&O Hostel laufen, als ich ein kleines alternatives Cafe sah. Da dachte ich mir frage ich erstmal die, die wissen sicher was Besseres als A&O. Nach fünf Minuten hatten sie sich dazu entschlossen, dass ich gegen Spende in den Vereinsräumen pennen könnte. Naise!
Graz ist ganz nett. Viele Leute eine süße Innenstadt Joah..
Ich hatte mir morgens als ich auf dem Weg zum Tramperplatz war, ein Schild „Richtung Süden“ gemacht, dass ich hinten an meinem Rucksack befestigt hatte. Plötzlich hielt vor mir ein Auto an fuhr 10 Meter mitten auf der Kreuzung rückwärts und fragten mich ob ich mitwill. Als ich dann im Auto saß, stellte sich heraus dass sie ein anderes Süden meinten als ich. Also ging die Reise, statt Richtung Zagreb nach Ljubljana. Naja so habe ich immerhin nochmal Schnee in den Alpen gesehen.. Die die mich mitnahmen haben den allerhärtesten Dialekt überhaupt gesprochen. Statt „da“ oder „dort“ haben die „dadada“ gesagt! Waren aber sehr sympathisch und alle Teil des Kärntner Landesjugendchors, der europaweit ziemlich erfolgreich ist.
Abgesetzt haben die mich dann kurz vor der slowenischen Grenze auf einem Parkplatz in den Voralpen, an dem nichts los war. Nach einer Stunde nahm mich dann aber ein netter Fotograf aus Böblingen bei Stuttgart mit bis Ljubljana.

Ljubljana ist nett, alles zu Fuß erreichbar, die Leute sind freundlich und es gibt viele StudentInnen. Außerdem wider Erwartens linke Streetart und mehr deutsche Fußballsticker als einheimische. Außerdem war natürlich Denk/Becky/Stace auch hier.

Europatour geht weiter (Wien)

Hey Hendrik, naise was du aus Südamerika erzählst!
Grad bin ich in Split und höre Neelix, kann ich dir nur empfehlen, gute Musik 😉
Wien war der Hammer. Der Sten lebt in so einem typischen Wiener Altmietshaus, in dem alle außer ihm ihr Klo noch auf dem Flur haben und es sich mit den anderen teilen müssen.
Die Stadt ist ziemlich cool, in der Innenstadt sind die Häuser alle richtig schön verziert. Ein bisschen so wie in der Wiehre, nur dass die Fassaden nicht aus Sandstein sind und deshalb viel heller. Die ganze Stadt ist auch viel ruhiger als Berlin, obwohl dort 1,5 Millionen leben. Keine Ahnung woran das liegt, ich glaube es sind einfach weniger Autos unterwegs weil die Ubahnen und so richtig gut sind.
Außerdem gibt es eine Müllverbrennungsanlage mitten in der Stadt die Hundertwasser entworfen hat. Das Teil ist komplett verrückt gebaut und sieht ein bisschen so aus, wie wenn Kinder ein Haus malen. Aber ich finde es zeigt, dass die Stadt sich etwas traut und nicht alles immer gleich aussehen muss. Vor allem leuchten nachts aus der Kugel im Turm heraus sehr viele Lampen, das sieht dann echt gut aus. Hunderwasser_Fernheizwerk
Wir waren auch einen Abend an der Donau saufen mit FreundInnen von Sten von denen einige auch aus Freiburg kamen. Aus Gewöhnung haben wir aber dauernd Dreisam statt Donau gesagt.IMG_5710
Der Nahverkehr ist relativ günstig, aber um das wieder auszugleichen machen alle Läden schon um acht Uhr zu und sind ziemlich überteuert, es gibt zum Beispiel kein Oettinger, also ich habe keins gesehen.
Direkt neben Stens Haus ist ein Tag von Denk von 1UP. Generell waren unglaublich viele Leute die in Berlin sprayen auch in Wien aktiv. Ich habe auch ein Teris For gesehen und wenn ich mich recht erinnere, gibt es in Freiburg einige Teris Former Tags. Freiburg unsere Weltstadt 🙂
Lustig ist auch der Wiener Dialekt. Einige Worte sind komplett anders als in Deutschland.IMG_5682